SHädenfroide

TranWrech

A lesson in marketing and strategy.

Samsung’s hardware was better, they said. Samsung was out innovating Apple, they said. Samsung was on the rise and Apple was all-but-dead, they said.

Read on my dear

Schöner Arbeiten 2.0

Wird geladen

"Lebensretter"-#Pfannkuchen für das beste Projektteam der Welt. #foodporn #food

Auf Instagram anzeigen

Gut, wenn man so ein Projektteam um sich hat.

Uhrsachen

applewatch

Natürlich wird iFixit die Apple Watch auseinandernehmen und natürlich wird es wieder einen Artikel dazu geben, was die Uhr angeblich in der Herstellung kostet. Aber solche Informationen spielen bei Mode keine Rolle. Keine Handtasche, kein Sakko, kein Armband eines namhaften Designers wird in diesem Bereich auch nur annähernd zu dem Wert verkauft, der dem Material entspricht. Das Material ist nur Mittel zum Zweck.”

Kluge Gedanken zur Uhrsache von Apple -> weiterlesen

Danny Macaskill does it again

Über den Sinn von Kurznachrichtendiensten

In seinem IOM SUMMIT Review geht Harald Schirmer der Frage auf den Grund, wie man einem kopfschüttelnden Social-Novizen erklären könnte, wieso und warum Twitter funktioniert.

Im durchschnittlichen Alltag ist Twitter für mich vor allem Newsfeed und Linkschleuder, Teil meines sich stark wandelnden Mediennutzungs-Verhaltens und eine der beste Quelle für Zufallsfunde. Längere Diskussionen oder Interaktion mit Freunden finden normalerweise eher auf Facebook statt.

Aber das “kurz- und knackig Medium” Twitter leistet auf Veranstaltungen wie dem IOM SUMMIT auch Dienst als kollaboratives Tagebuch sowie als Medium für schnelles Feedback und als Stimmungsbarometer.

“Was bringt ein SMS ähnlicher Nachrichtendienst im Internet?” fragt Herr Schirmer:

Social Business wird dann wertvoll, wenn ich damit nicht mehr zusätzlich dokumentiere, sondern es als Arbeitsmittel verwende. In diesem Fall ersetzt Twitter das Notizbuch und ist damit viel “Reicher” (Fotos, Videos, Links), aber vor Allem es ist Kollaboration/Interaktiv – das heißt alle schreiben im gleichen Notizbuch (verbunden über einen HashTag – in diesem Fall #ioms14 ). Der weitere sogar noch größere Wert geht in Richtung Wissensmanagement – da dieses “Notizbuch” öffentlich ist – damit also die Information jederzeit gefunden und “weiterleben” kann…

Zwei Aspekte machen Twitter im konkreten Fall für mich wertvoll:

  • Als Teilnehmer: Die Multimediale Dokumentation vieler Beteiligten des Events unter einem gemeinsamen Hashtag wie #ioms14 oder als Kollektion der wesentlichen Aussagen später in Storify.
  • Als Moderator während der Veranstaltung: Der direkte Austausch der Teilnehmer untereinander über den Vortrag. Schon während des Vortrags wird klar, welche Fragen und Themen das Publikum beschäftigt. Man kann direkt im Anschluss darauf auf das Stimmungsbild eingehen und dem Referenten bietet sich ein direkter Feedback-Kanal.

    Außerhalb der trendigen Events wie re:publica oder der Events der deutschen Netz- und Startup-Szene findet diese Form der Teilnahme an Veranstaltungen noch wenig statt. Oft twittert der Nerd bei Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum leise vor sich hin in einen leeren Raum ohne Echo. Oft herrscht Unverständnis, wenn man während eines Vortrag auf einer Glasscheibe herumhackt und augenscheinlich nicht “zuhört”.

    Der Mehrwert erschließt sich erst durch das Tun und Erleben. Viele Referenten wissen das und fordern explizit zum twittern auf. Es ist – wie gesagt – ein wertvoller Rückkanal. Auf die Frage, ob es ihn nicht stören würde, wenn während seines Vortrags ein Großteil der Leute in ihre Devices starren, sagte einer der Kollegen sinngemäß: Nein. Denn ich weiß, dass sie sich über meine Themen austauschen. Das Device als der “Second Screen” des Konferenzpublikums.

    Hier der direkte Link zum -> Konferenz-Review.

  • Social ist die neue Startseite

    Sebastian Matthes über den mobilen Medienwandel:

    Nutzer empfehlen ihren Freunden nur, was sie bewegt. Zum Beispiel, weil sie etwas wirklich Neues erfahren haben, weil ihnen eine tiefgründige Analyse neue Einblicke in ein komplexes Themenfeld ermöglicht hat, weil sie sich geärgert haben – oder weil sie von einer Geschichte erfahren haben, die sie im positiven Sinne zum Denken angeregt hat.

    Ich beobachte die beschriebenen Effekte auch immer mehr in meinem eigenen Medienverhalten. Über den Wandel weg von der Tageszeitung zum Internet muss man schon gar nicht mehr reden. Die Tageszeitung ist hier seit Jahren ausgestorben. An Aktualität kommt sie nicht mit, und für die Tiefe kommen dann Wochen- oder Monatszeitschriften ins Haus – diese noch papierhaft.

    Jahrelang war dann SPON die Startseite und die Quelle für aktuelle Tagesinformation. Auch das hat sich massiv gewandelt. Twitter und Facebook spülen die News in die Timeline, die andere Personen für wichtig erachten. Personen oder Freunde, von denen ich weiß, dass sie immer auf interessante Dinge hinweisen.

    Während im digitalen Zeitalter der einzige verbliebene Mehrwert einer Tageszeitung war, interessante Themen zu finden, die ich gar nicht gesucht habe, ist auch diese Funktion im sozialen Netz viel besser aufgehoben.

    -> weiterlesen

    3. Oktober 1990

    Bildschirmfoto 2014-10-05 um 20.03.48

    Digital? Social? Just Workplace.

    Der diesjährige IOM SUMMIT stand unter dem Motto “The Digital Workplace Revolution”. Auch wenn es wohl eher eine Evolution statt einer Revolution wird: Über den “Digital Workplace” oder “Social Workspace” will in Zukunft keiner mehr reden müssen. Das ist nur eine der wertvollen Erkenntnis nach zwei Tagen Seminaren, Workshops, Networking und Pausengesprächen auf dem IOM SUMMIT.

    Wenn moderne Mensch auch nicht mehr “ins Internet gehen”, so wechseln die Mitarbeiter auch nicht zu ihrem digitalen Arbeitsplatz. Das Netz ist ja auch einfach da. Erst wenn es aus den Köpfen verschwindet, wir nicht mehr “hingehen” sondern es einfach nutzen, erst dann ist etwas erreicht. Wir trennen nicht mehr “digital” von “real”.

    Für den “digitalen Arbeitsplatz” gilt: Er wird erst dann Realität, wenn ihn die Eigenschaft “digital” oder “social” nicht mehr beschreiben muss. Es ist dann einfach der Arbeitsplatz. Und der Arbeitsplatz muss weder festen Ort, noch feste Zeit, noch definierte Gerätschaften haben. Wir “Wissensarbeiter” arbeiten dann dort, wo uns die Arbeit findet. Wie uns auch die Information finden werden, und nicht wir die Informationen.

    Es stellt sich in Zukunft auch bei Hardware nicht die Frage, welche Devices zugelassen sind oder welche Anwendungen in welcher hochsicheren Sandboxen laufen. Bring Your Own Device ist schön und gut, aber wir werden in einer Welt arbeiten, in der Content im Vordergrund steht, an dem wir alle arbeiten werden. Egal mit welchem Werkzeug, auch egal mit welcher Software. Quasi “Bring Your Own Application”. Weg vom Paradigma des “Anhang lösen, bearbeiten, Datei wieder anhängen, nach Möglichkeit an ganz viele Kollegen vermailen”. Hin zur gemeinsamen Arbeit an Inhalten, ohne über Werkzeuge groß nachzudenken.

    Bis dahin sind viele Hürden zu nehmen. Fast alle Praxisbeispiele zeigten die gleichen Adaptionsprobleme. Mittleres Management. Misstrauenskultur. Anwesenheitswahn. Die klassische Organisationsstruktur mit Hierarchie und Regelkommunikation stammt aus dem Zeitalter der Industrialisierung. Den Anforderungen der Wissensarbeiter entspricht sie nicht.

    Das zu ändern, ist klar die härteste Nuss, die die Teilnehmer gemeinsam versuchen zu knacken. 8 Jahre dauert der Kulturwandel, orakelt Harald Schirmer. Und er muss es wissen, schließlich führt er eines der bekanntesten Social Business Projekte bei der Continental zum Erfolg.

    Es waren spannende zwei Tage in Köln. Danke auch an die Veranstalter. Oft kreist man ja im Netz umeinander. Hier sah sich die Gemeinde mal wieder #F2F, Face to Face. Die große Frage, was eigentlich passieren würde, wenn das kleine Häufchen der vielleicht rund 100 Enterprise 2.0 Enthusiasten und Treiber von heute auf morgen lieber Tomaten züchtet statt für hierarchiefreie Kommunikation, gegen Silo-Denken und für grenzenlose Zusammenarbeit zu kämpfen – diese Frage blieb in vielen Gesprächen am Rande der Veranstaltung unbeantwortet.

    Ich vermute, es finden sich dann weitere 100 Enthusiasten. Denn was wir hier treiben, ist lediglich die Kanalisierung des Drucks, der gerade von außen entsteht. Die technologische und kulturelle Entwicklung ist nicht aufzuhalten, und hier gilt es, die Kausalitäten nicht zu verwechseln.

    Diese Entwicklung nur mit der Installation eines Social Networks zu beantworten, greift zu kurz.

    Offenheit, Partizipation, Digital Leadership sind die Schlagworte, Change Management die große Aufgabe.

    In diesem Sinne freue ich mich auf die Fortsetzung der Diskussion in der virtuellen Welt, bis die Gemeinde wieder beim nächsten Event #F2F diskutiert.

    The Evolution of the Desk

    Evolution of the Desk

    Zugegeben: Ganz so aufgeräumt sieht es bei mir auch nicht im Jahr 2014 aus.

    The Collaborative Economy

    Gute Präsentation rund um das Thema “Collaborative Economy” und die Bedeutung für unsere Wirtschaft.

  • People are empowered to get what they need from each other.
  • The crowd is becoming like a company –bypassing inefficient corporations.
  • Like social, in the last phase, corporations must use these same strategies to regain relevancy.
  • This requires business model change: product > service > marketplace > repeat.
  • As a result, companies are Resilient: connected, empowering others, built to last, and profitable
  • Still in love with Flickr

    Tessin und Piemont

    Ich bin Flickr Nutzer der ersten Stunde. Ich habe viele Bilder-Dienste durch. Gelegentlich teile ich mal in der Apple Welt ein angezogenes Album in der iCloud. Picasa nutze ich nur auf dem Desktop zur schnellen Bearbeitung. Instagram ist nur für meine mobilen Spontan-Bilder. Und viele Bilder-Dienste sind leider auch schnell wieder verschwunden.

    Der Output aus der guten alten Spiegelreflexkamera landet immer noch bei Flickr.

    Lista dei Suff

    IMG_4688.JPG

    Aktueller Pegelstand des Kofferraums unserer Freunde, die nicht nur die Weingüter auswählen, sondern die dankenswerterweise die Kisten auch nach Hause fahren:

    Adriano Kaufmann, “Pio della Rocca”
    Adriano Kaufmann, Sauvignon Blanc

    Gleich um die Ecke wohnen Eric und Fabienne Klausener in Purasca:
    Baronessa Rossa, (Arinarnoa, Caladoc, Marselan)
    Merlot GRAN RISAVIER

    Bis auf den Sauvignon werden wohl die Flaschen direkt in den Keller wandern für ein paar Jahre.

    Update 9. September, Piemont:

    Wir sind bei Pechenino eingezogen. Gutshaus auf einem Hügel in den Weinbergen. Wir wohnen direkt an der Quelle. Die beiden Brüder machen viel mit der Dolcetto Traube – und haben beim feuchten kalten Wetter dieses Jahres nicht viel Grund zu r Freude. Wir laden ein:

    BRICCO BOTTI, Dolcetto
    Langhe Pinot Noir (leider schon fast weggetrunken, gibt keinen Nachschub mehr)
    Langhe Nebbiolo

    Update 10. September, Piemont:

    Rivetto. Eine Art gut gelaunter Popstar im Vergleich zu den ernsten Pechenino Brüdern. Nicht ganz so gebeutelt vom Wetter. Traumhaft gelegenes Weingut mit Blick auf Serralunga.

    Wir packen ein:
    Barolo DOCG Briccolina
    Barbera d’Alba DOC Zio Nando
    Das eine oder andere Fläschchen Grappa

    Update 11. September, Piemont:

    Dieser Tage tritt Luca di Montezemolo ab. Anlass genug zu prüfen, ob auf seinem Weingut alles in Ordnung ist. Ist es. Wir nehmen mit:

    “Curdè” Langhe Rosso D.O.C.
    “Funtanì” Barbera d’Alba Superiore D.O.C.
    Leider keinen Ferrari Dino

    Zum Weinen

    IMG_0129.JPG

    Wir sitzen im Tessin. Irgendwo in den Hügeln zwischen Lago Maggiore und Luganer See.

    Adriano Kaufmann sitzt mit uns auf seinem Hof. Bunter Plastiktischdecke, vier Gläser und Weinflaschen. Bis wir hier ankamen, hat es gedauert. Keine Website, keine Wegbeschreibung. Ein Hinweisschild am Straßenrand soll es mal gegeben haben. Es fehlt aber jetzt. Man muss ihn halt suchen.

    Das, was Adriano Kaufmann ausschenkt, gilt als das Interessanteste, was auf dem Tessin in die Flasche kommt. Es sind ein paar Tausend Flaschen, die er dem Berg abtrotzt. Natürlich Merlot, aber auch Sauvignon Blanc. Wir sind viel zu wenig Experten, um zu verstehen, warum gerade seine Weine als Herausragend gelten. Angepriesen wird er in den höchsten Tönen, die Fachwelt liebt ihn. “Der Pio della Rocca: Adriano Kaufmanns Flaggschiff-Wein mit fantastischem Lagerpotenzial”. Kaufen kann man den Wein nur in der Schweiz. Steuer und Zoll machen den Vertrieb nach Deutschland für einen kleinen Produzenten offenbar unmöglich. Also muss man schon hinfahren.

    Unsere Freunde haben uns hergelockt. Und wir genießen es. Wir trinken. Wir reden. Wir laden die ersten Flaschen ein. Beginn einer Weinreise durch Tessin und Piemont.

    Verboten!

    The Economist about german “Googlephobia“:

    VERBOTEN! This seems to be Germany’s default reaction to digital disrupters.
    [...]
    Instead of trying to put Google in a straitjacket, German politicians would do better to raze the barriers that make it so hard for startups on the old continent to grow as fast as they do in America. Rather than lobby the European Commission to clamp down on Google, they should push Jean-Claude Juncker, the new president of the commission, to make good on his promise to create, at last, a single market for digital services. Cutting regulations at home would be a better way of securing Germany’s digital future than decrying innovators from abroad, just because they are big and American.

    -> read on

    Say Ello

    Bildschirmfoto 2014-08-28 um 11.46.59

    Aufgeräumt und schlicht. Sehr beta. Aber vielversprechend. Keine Werbung. Datenschutz wird groß geschrieben. Du bist kein Produkt.

    Habe noch ein paar Einladungen zu vergeben.

    Smartphotographie

    T-Offline

    Seit Sonntag gibts bei Mama kein Internet.

    Schnell zu helfen weiß sie sich aber. Die Hotline angerufen, mit dem Techniker die Ferndiagnose am Bildschirm durchgespielt. Router an. Router aus. Kabel rein. Kabel raus. Eindeutiges Ergebnis: Der Router ist es.

    Der Router ist ein betagtes Modell Speedport W500, Baujahr 2005, alte Firmware mit Versionsstand 1.2 – wer soll sich darum auch kümmern. Sicher keine – Mutter verzeih mir – ältere Dame.

    Empfehlung: Gehen sie in den T-Shop, gehen sie nicht über Los, ziehen sie dort nur einen neuen Router ein. Selbstverständlich kostenfrei.

    Frau Kluge senior geht also in den T-Punkt und kommt zurück mit

  • einem neuen Router Marke Speedport W724v
  • einem VDSL Vertrag
  • einem schnurlosen VoIP Telefon, “weil ja in zwei Jahren sowieso alles auf IP umgestellt wird”

    Das ganze war natürlich mitnichten kostenfrei, aber selbstverständlich nach Auskunft der Mitarbeiter im T-Punkt ein wahnsinniges Schnäppchen. Das Telefon gabs ja fast umsonst obendrauf.

    Am Abend kommt dann der Sohn zum zusammenbasteln. Ergebnis: T-Offline. Selbe Symptome wie vor dem ganzen Gerätewechseldich-Spiel. Telefon geht, DSL Verbindung steht, keine Internetverbindung. Durchwechseln aller Geräte und Kabel inklusive DSL-Splitter bringt nichts.

    Anruf bei der Hotline. 20 Minuten Wartezeit. Dann bedenkliches Grübeln, immer wieder zurück in die Warteschleife, Eskalation an irgendeine Stelle, die schon nach Hause gegangen ist. “Sehr merkwürdig” lautet die Diagnose. Welche Farbe denn das Kabel hätte. Grau. Aha. Richtig. Kann es also auch nicht sein.

    Vorläufiges Ende: Keine Lösung. T-Offline. Aber schöne neue weiße Geräte auf der Anrichte. Das Problem liegt aber wohl eher nicht innerhalb der Mauern. Für mich stinkt das sehr nach Outdoor-DSLAM. Ach, wenn nur jeder seinen Herrn Baschek hätte.

    Update 27.8.2014:
    Versprochener Rückruf kam natürlich nicht. Weder auf Festnetz noch auf der extra vom Service-Mitarbeiter nachgefragten Mobilnummer. Zweimal 20 Minuten Warteschlange bei der 0800 330 1000, mit scheiternder Weiterleitung und wieder alles auf Los. Die Ansage beim Service beginnt übrigens mit der Lobpreisung, man sei Nummer 1 im Kundenservice. Hüstel. Weiterhin T-Offline. Versuche bisher erfolglos, eine Vorgangsnummer zu bekommen.

    Update 28.8.2014:
    Mutter kontaktiert mich vie iChat vom iPad. Jetzt geht nicht mal mehr das Telefon. Rufe wieder die Hotline an.
    “Wussten Sie schon? Unser Kundenservice hat erneut das TÜV Siegel für exzellenten Kundenservice erhalten?” Nein. Wußte ich nicht.
    20 Minuten Hotline. Dann wieder durchmessen, kein Ergebnis. “Ich schalte sie weiter in den Second Level” Verlange ultimativ die Nennung der Ticketnummer. Falls also Herr Baschek den Pokal nach Münster holen will: 173429618

    Update 28.8.2014:
    Second Level prüft Leitung durch. Galvanisch ok. Digital auch ok. Kommt bis zum Telefon. Telefon geht aber nicht. Nichts geht. “Könnte ja ein Verkabelungsproblem beim Router sein”. Aber Telefon ging auch nach dem Router-Wechsel. Murmeleien über falsche Widerstände, automatisches abschalten etc. Am besten ein Techniker schaut sich das vor Ort mal an, heißt es. Kosten: Keine, wenn der Fehler nicht beim Kunden lag. Zum Beispiel ein defektes ISDN Telefon den Ärger verursacht. Atme tief durch und vereinbare dennoch vorsichtshalber einen Techniker-Termin.

    Solange der Spezialist noch in der Leitung ist und in Kenntnis dieses Vorgangs mache ich dennoch den Klugen Vorschlag: Wie wäre es mit dem DSLAM draußen vor der Tür? Ja. Man könnte ja mal die Baugruppe resetten. “Ich rufe in 15 Minuten dann mal an, ob es geht.” Bin gespannt.

    Update 29.8.2014:
    Second Level hat tatsächlich zurückgerufen und vermeldet, dass die Baugruppe einmal durchgebootet wurde. Alle Geräte vom Netz. Alle Geräte wieder angestöpselt. Aus T-Offline wird T-Online.

    Alles prima? Nein. Der Technikertermin muss abgesagt werden. Anruf bei der Hotline. “Die voraussichtliche Wartezeit beträgt 60 Minuten”.

    Fazit: Bei Muttern gibts wieder Internet. Der Kunde hatte eigentlich überhaupt kein Problem, sondern es war die Telekom Infrastruktur draussen auf der Strasse. Dennoch hat man es geschafft, einen eigentlich nicht benötigten VDSL Anschluss, einen neuen Router und ein nutzloses IP Telefon zu verkaufen. Und dem Kunden Nerven und wertvolle Lebenszeit zu nehmen.

  • Zukunft der Arbeit

    In menschenleeren Fabriken werden heute Autos hergestellt. Stark repetitive Tätigkeiten werden automatisiert. So weit der Alltag heute.

    Der sehenswerte Film zeigt allerdings, dass die Grenzen der Automatisierung immer weiter verschoben werden – und Automaten auch die Jobs ersetzen werden, die wir in unserer “Wissensgesellschaft” als sicher glauben. Die große Frage ist: Was passiert dann mit den Menschen? Wie “verdienen” sie ihren Lebensunterhalt? Wie bemessen und verteilen wir dann Erträge?

    Auch Matthias Strobel beschreibt in seinem Artikel über die Digitalisierung der Arbeitswelt die kommenden Umwälzungen.

    Dass Maschinen menschliche Arbeitskraft ersetzen, ist nicht neu. Roboter fertigen und montieren Bauteile, transportieren Essen, bauen Rohstoffe ab, polieren Böden, bringen die Ernte ein oder prüfen die Qualität von Wasserleitungen. Programme übernehmen Aufgaben von Buchhaltern oder fungieren als Telefonberater. Laut der Forscher Frey und Osborne ist jedoch anzunehmen, dass die Automatisierung sowohl an Qualität als auch Quantität zunimmt. Das schließe auch nicht routinierte, kognitiv anspruchsvolle Tätigkeiten ein.

    Matthias Hagen, Professor an der Bauhaus-Universität Weimar, stimmt der Prognose von Frey und Osborne im Interview mit Der Westen zu: “Auch die Arbeit von gut ausgebildeten Menschen wird ersetzbar sein.” Das McKinsey Global Institute etwa prognostiziert, dass bis 2025 weltweit 140 Millionen Jobs sogenannter Wissensarbeiter durch intelligente Technik ersetzt werden.

    Nicht ganz so drastisch beurteilt offenbar die Bundesanstalt für Arbeit die Auswirkungen und meint, dass “allein die fortschreitende Technologie die Arbeitslosenzahlen nicht steigen lassen wird. Sollten Roboter eines Tages so weit sein und Fachkräfte in ihrer heutigen Tätigkeit ersetzen können, wird es im Gegenzug neue Berufsfelder geben, wo eben diese Fachkräfte wieder gebraucht werden.”

    Ich fürchte, dass diese Sicht auf die Arbeits- und Lebenswelt von morgen eher Wunschdenken ist.

    Overheard im ICE

    Jugendliche Reisegruppe im ICE944.

    Er: Ey, die Amerikaner essen voll Avocado statt Butter auf ihrem Brot.
    Sie: Ja, geil, mach ich auch so.
    Er: Nee, kannste hier nicht machen, ne Avocao hat eine CO2 Bilanz wie sechs halbe Schweine.
    Sie: Hä? Spinnst Du?
    Er: Ey, die Avocado kommt aus Panama!
    Sie: Schweine fressen Soja, und das kommt auch aus Panama.

    Behalte doch meinen Glauben an die Jugend von heute.

    Ich bin Migrant

    Auf Spiegel Online fand sich am Samstag folgende klickwirksame Überschrift: “Ethnien: Weiße Schüler an US-Schulen erstmals in der Minderheit

    Die Zusammensetzung der Schülerschaft in den USA wandelt sich. Schüler ohne Migrationshintergrund sind zu Beginn des neuen Schuljahres im Herbst erstmals in der Minderheit.

    Da stellt man sich doch ziemlich schnell die Frage: Haben nicht fast alle US-amerikanischen Schüler einen Migrationshintergrund? Und welchen Migrationshintergrund habe ich? Laut meiner DNA kamen meine Vorfahren vor rund 16.000 Jahren aus der osteuropäischen Steppe.

    Ein paar schlaue Leute haben die Migrationsbewegungen der letzten 2.600 Jahre grandios in diesem Video visualisiert. Grundlage bilden Geburts- und Sterbeorte von 120.000 Menschen aus der Freebase-Datenbank.

    Man sieht Rom als Mittelpunkt der Welt, die Bewegung nach Westen, Florida als Rentnerparadies. Faszinierende Darstellung und eine simple Erkenntnis, dass Migration ein nicht endender Prozess ist.