Die Maut und die Inflation

Nun hat es Toll Collect mit nur eineinhalb Jahren Verspätung endlich geschafft, daß die teuren Geräte auf den formschönen Gestellen über deutschen Autobahnen auch mal Geld ins Staatssäckel abwerfen – und schon wird es auf die Verbaucher abgewälzt. Heute fand ich die erste Mitteilung von UPS zu diesem Thema:

Sehr geehrte UPS Kundin, sehr geehrter UPS Kunde,

wenn zum 01.01 .2005 das Autobahn-Mautgesetz für schwere Nutzfahrzeuge (ABMG) in Kraft tritt, betrifft dies unser Unternehmen in ganz erheblichem Maße, denn auch UPS muss nun pro gefahrenem Autobahn-Kilometer die so genannte LKW-Maut für LKW über 12t entrichten. Vor allem betroffen ist davon der Fernverkehr zwischen unseren Niederlassungen und Hauptumschlagbasen. Die entstehenden Mehrkosten sind nicht durch die veröffentlichten und vereinbarten Tarife gedeckt.

Da ein Ausgleich etwa durch die Senkung anderer Steuern und Abgaben fehlt, sind wir gezwungen, die Mehrbelastung durch einen Zuschlag auszugleichen. Auch sind unsere Netzwerke so optimiert, dass weiteres Einsparungspotential sehr gering ist. Denn wir wollen Ihnen auch weiterhin den erstklassigen Service bieten, den Sie von uns erwarten. Aus diesem Grund werden wir ab dem Inkrafttreten der LKW-Maut einen Zuschlag in Höhe von 0,08 Euro zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer pro Paket erheben. (…)

Tja, schöne Argumentation, die so ziemlich jeder Dienstleister oder Hersteller anwenden könnte, der von der Mobilität abhängig ist. Neben dem netten Effekt, dass nun die Lastwagen-Karawane über Nebenstrecken und durch schöne Dörfer brettern wird, ist dies ein weiterer Grund für Begeisterung. Und besonders schön ist ja der Titel des Gesetzes: ABMG. Wer schlechtes dabei denkt…