Monthly Archive for February, 2005

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Stummelantenne

Es ist wirklich zum Kotzen. Anders kann man es nicht ausdrücken. Der nichts ahnende und unbescholtene Normalbürger mit gutem Leumund fährt ins Büro. Das Telefon klingelt. Er nimmt das Telefonat an, denn man hat ja einen Handsfree Set zu seinem Treo bekommen. Das blöde Ding klemmt aber falsch im Ohr. Während des Telefonats wird der Schaumstoff-Penökel also zurechtgezupft und nochmals ordnungsgemäß im Ohr verstaut. So weit so gut.

Auftritt: Dein Freund und Helfer. Hinter mir im Rückspiegel leuchtet unübersehbar “STOP”. Völlig ahnungslos fahre ich rechts ran und gehe in Gedanken schnell meine Sünden durch. Zu schnell gefahren? Nein. Bei Rot über die Ampel? Keineswegs. Radfahrern den Weg abgeschnitten beim Rechtsabbiegen? Würde ich nie tun.

Ein arrogant blickender kleiner Napoleon in Uniform klärt mich auf.

Er: Sie haben am Steuer telefoniert.

Ich: Ja klar.

Er: Damit haben Sie gegen die Strassenverkehrsordnung verstoßen.

Ich: Ich habe eine Freisprecheinrichtung (Halte ihm das gute Gerät samt Kabelgedöns vor die Nase)

Er: Sie hatten das Telefon in der Hand.

Ich: Nein, ich habe den Knopf im Ohr zurechtgerückt.

Er: Wir (lässiger Hinweis auf seinen dezent lächelnden Kollegen im Dienstfahrzeug hinter mir) haben deutlich gesehen, dass Sie das Telefon in der Hand hatten.

Ich: Schauen Sie sich das Telefon mal genau an. Das wäre Ihnen aufgefallen, wenn dieser leuchtende Klotz an meinem Ohr gewesen wäre.

Er: Ist es uns auch. Und die Stummelantenne haben wir auch gesehen.

Stummelantenne! Schöne Beschreibung für meine Wurstfinger. Das hat mir gerade noch gefehlt, nachdem ich schon lernen mußte, dass die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer mich schnell um 50 Jahre altern lässt.

Kann mir irgendwer sagen, was man da machen kann? Zwei beamtete Blinde, die es mir mal so richtig zeigen wollten, werden immer gewinnen, oder? Schreckliche Rachegefühle beschleichen mich.

Experten für Verkehrsdelikte mögen sich bitte bei mir melden.


Dirty Dancing


Lotusphere Services Express

Es gibt doch einiges zu verdauen nach der Lotusphere.

Und zu guter Letzt: die Workplace Services Express installieren sich tatsächlich im Handumdrehen und wirken auf den ersten Blick sehr gelungen – konnte mich heute selbst in eigener Umgebung davon überzeugen.

Genug Stoff für einen netten Kommentar, den ich jetzt in die Tasten hämmern darf. Das Blog wird vernachlässigt.


Der Kluge Morgengedanke

Bei der Durchsicht der einschlägigen Blogs der letzten 10 Tage auf einen wirklich klugen Morgengedanken gestoßen:

“Wir sind so viel. Wir sind traurig und wir sind glücklich. Wir sind laut
und wir sind ganz, ganz still. Wir sind einsam und wir sind allein. Wir sind
jung und wir sind weise. Wir gehen weg, um uns zu finden, und wir kommen
heim, um nach uns zu fragen. Wir weinen, wir träumen, wir lieben, wir
trauern, wir hoffen, wir verstummen. Wir werden gefunden und wir werden
verlassen. Wir fangen einfach an zu laufen und schauen, wo wir ankommen. Wir
machen einen Plan und vergessen ihn auf dem Weg. Wir begegnen so vielen, so
vielem, so viel. Wir erleben, wir begreifen, wir fragen. Wir antworten. Wir
wissen. Und wir wissen gar nichts.”

Für schön befunden bei Anke Groener. Und nun genug gedacht für heute.