Gekauft

Ich bin weder erklärter Blackberry Freund noch Feind. Wer Monokultur nicht scheut und eine weitgehend wartungsarme mobile Umgebung betreiben will, ist mit Blackberry gut bedient. Wer eine Vielzahl von verschiedenen mobilen Plattformen und Systemen betreiben will oder muß, dem verschreiben wir Lösungen von iAnywhere.

Heute mußte ich aber herzlich lachen. Da schreibt Herr Alexander Fischer, der besonders gern sich selbst zitiert, im Manager Magazin Online über die traurige Erfahrung, wie ihm die bösen Blackberries seine schöne Windows Mobile Planung kaputt machen.

Genau aus diesem Grund beginnt die Einführung der Push-Mail-Handys in vielen Unternehmen auch nicht mit einer dedizierten Mobil-Strategie, wie Alexander Fischer weiß: “In den meisten Firmen sind die Blackberrys nach und nach als Privatanschaffung aufgetaucht, und irgendwann war die IT natürlich gefordert, diese Geräte ordentlich in die Messaging-Infrastuktur zu integrieren.”

Denn ursprünglich wolle man ja lieber geordnet Windows PDAs mit Microsofts Push Technologie einführen – und nun drückt das Management die Blackberries durch. Wie schade für Microsoft.

Meine Erfahrung ist da eher andersherum. Ich kenne keinen Fall, in dem sich Manager einfach mal privat einen Blackberry gekauft haben. Manager kaufen sich privat den letzten Schrei im Communicator Portfolio, egal ob Windows Mobile, Palm OS oder Symbian. Wenn Manager Blackberries wollen, dann gehen sie zum IT Leiter und erteilen nur noch den Befehl zur Ausführung. Blackberries kauft man nicht mal so als “schicken PDA”, sie werden als System verkauft.

Und über Microsofts “Push”-Technologie ist auch schon viel geschrieben worden im Vergleich zum Blackberry. Dass allerdings die Tarifstruktur der Provider schuld daran sein soll, dass Microsofts Technologie so verkannt wird, das war mir auch ein völlig neues Argument.

Irgendwas riecht hier komisch.

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