Monthly Archive for July, 2007

Highly addictive


If you are fascinated by M.C. Escher´s “impossible realities” you should check out the OLE Coordinate System. Watch the video and learn.

And then start building your own impossible reality.

YASNS?

Since everybody talks about Facebook these days I created a Facebook profile. I played around a little bit, added some stuff, searched for my buddies, found noone I want to add – that´s it. Maybe I am too old, maybe my kids will use it. Finally I did not find any value in using Facebook for me.

But today someone found me:

Volker Weber added you as a friend on Facebook

Volker added you as a friend on Facebook. We need you to confirm that you are, in fact, friends with Volker.

To confirm this friend request, follow the link below:

Thanks,
The Facebook Team

This might change everything 😉

Vom gemeinen Alpensalamander und anderen Abenteuern

Waltenberger Haus

Im letzten Jahr hat es mich seit über 15 Jahren zum ersten Mal wieder in die Berge verschlagen – im Adlerhorst der eng an den Felsen geschmiegten Tegernseer Hütte hatte ich wieder Feuer gefangen. Die Fortsetzung lag nun nah, denn schließlich waren wir gestern schon in der Gegend.

Von Lindau rüber ins Allgäu, in ein kleines abgeschiedenes Tal, dessen Endpunkt bezeichnenderweise Einödsbach heißt, ist es ein Katzensprung. Kaum drei Stunden und ca. 1.000 Höhenmeter später stehen wir nach einem wirklich steilen Aufstieg mit einigen heiklen Passagen schweißgebadet auf 2.085 Meter Höhe in einer Hütte, wie es sie wohl auch im Allgäu nur noch selten gibt. Das Waltenberger Haus steht seit 1885 dort oben in der Einsamkeit. Nicht mal einen Versorgungslift gibt es. Die Vorräte werden Anfang der Saison mit einem Hubschrauber hoch geflogen. Der Nachschub gelangt danach nur noch zu Fuß mittels fleißiger Träger nach oben.

Der Hüttenchef “Mandi” ermahnt zu sparsamen Umgang mit Wasser und Strom. Licht gibt es wegen nur halbgefüllter Solarbatterien nur im gemütlichen Gastraum – und eine Notbeleuchtung auf dem Klo. Das Wasser bleibt kalt, selbstverständlich. Und geschlafen wird fein aneinandergereiht im Lager unterm Dach. Wer Glück hat, ergattert eines der Doppelstockbetten im Sechs-Bett-Zimmer.

“Mandi” zaubert dennoch ein hervorragendes Steinpilzrisotto. Auch ein kühles Radler hält er bereit – nur die Eier für den Kaiserschmarrn, die hatten heute ihren Weg nicht hinauf zur Hütte gefunden. Um 20:00 gibt es dann den Wetterbericht – live und in Farbe. Mandi tritt mit tiefer Stimme vor die versammelten Bergwanderer und erklärt, wo man am nächsten Tag unbesorgt hingehen kann, und wo einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wird. Zum Schluß der Hinweis, dass um 22:00 Hüttenruh ist und der Ausschank daher um 21:30 endet.

Draußen tummeln sich die Steinböcke. Und auf den Steinen rekeln sich die Alpensalamander. Eine unglaubliche Idylle, wie im Bilderbuch. Und nach dem Luxus der letzten Nacht in Lindau (“Wie bitte? Kein Lachs zum Frühstück?”) zelebriert die kleine Wanderergemeinde hier die Einfachheit. So könnte ich gut noch ein paar Tage aushalten.

Reisetip: Will man dort in den Sommermonaten übernachten, so empfiehlt sich eine Reservierung. Moderne Kommunikationsmittel gibt es selbstverständlich nicht. Einzige Möglichkeit: Man schreibe einen Brief postlagernd nach Einödsbach (!) und lege einen frankierten Rückumschlag bei. Ein paar Tage später erhält man vom Hüttenwirt die handgeschrieben Antwort – und für den Fall, dass eine Matratze frei ist, übersende man dann 10 Euro Anzahlung. Natürlich ebenfalls per Briefpost – versteht sich.

Liebe, Drama, Wahnsinn

Seebühne Bregenz

Tosca, Geliebte des Malers Cavaradossi und bekennende Zicke, eröffnet das Drama um Liebe, Macht und Tod womit? Ist doch klar: Mit einer Eifersuchtsszene, die sich gewaschen hat. Cavaradossi hatte eine beliebige dahergelaufene Kirchenbesucherin als Modell für seine Fresken genutzt und nicht seine Geliebte Tosca. Eindeutiges Indiz: Die Dame an der Decke hat blaue Augen! Tosca hat – natürlich – braune Augen. Wer die Dame wirklich war, wen Cavaradossi in Wirklichkeit versteckte, und warum der Bösewicht Scarpia ihn sterben läßt, dass alles erfährt man auf spektakuläre Art und Weise nicht am sondern auf dem Bodensee – bei den Bregenzer Festspielen.

Das überdimensionale Auge starrt das Publikum die ganze Zeit an, im Auge spielen sich die wahren Dramen ab. Folter, Vergewaltigung, Mord, Hinrichtung – und schließlich Toscas Tod. Nebenbei wandelt sich Scarpias Monarchie in einen modernen Überwachungsstaat mit unzähligen Agenten, die in direkter Linie von Agent Smith abstammen könnten. Toscas Auge, das Auge der Gräfin Attavanti oder das Auge des Staates – nie war so viel Auge.

Ich bin kein Opernkenner. Ich habe einiges Lob und auch grobe Verrisse gelesen – aber ich kann nur sagen: Mich hat es gefesselt. Keine Spur zur poppig war es für mich, und auch das Bühnenbild hat nicht von der künstlerischen Leistung abgelenkt. Ich habe mitgelitten und gebangt. Und habe schließlich begeistert die unglaubliche Seebühne in Bregenz verlassen. Ein wirklich unvergesslicher Eindruck.

Wunderbar

Hafen Lindau

Soziale Netzwerke machen dick!

Forscher haben die erstaunliche Beobachtung gemacht, dass Übergewicht “sozial ansteckend” ist.

“Die Forscher glauben, dass […Fettleibigkeit…] von noch unentdeckten Genen herrührt”, sagt Barabási. “So einfach ist es aber nicht. Soziale Netzwerke […] sind viel entscheidender.”

An alle XING und LinkedIn User: Bestätigt nicht einfach den Kontaktwunsch! Prüft erst das Lebendgewicht Eures potentiellen Neu-Kontakts. Falls der BMI zu hoch ist: Kontakt ablehnen. Als Kontakt zweiten oder dritten Grades kann er Euch nicht mehr so viel antun.

Geklauter Katzencontent

Erstklassiger Katzencontent. Geklaut bei Frau Gröner. Und die hat es beim Herrn Hugo abgeschrieben.

„Was ist eigentlich die Katze? Eine Korrektur der Schöpfung. Als der liebe Gott die Maus geschaffen hatte, sagte er: Holla, da habe ich mich vergaloppiert. Die Katze ist gewissermaßen die Berichtigung des Irrtums Maus. Katze plus Maus stellt einen Beweis dafür dar, dass wir die Schöpfung heute in revidierter und korrigierter Auflage vor uns haben.“

Und jetzt will ich nichts mehr hören von Katzen.

Zumindest für ein paar Tage.

Bitte.

Ausladung

Guten Tag Herr Kluge,
ich möchte Sie gerne zu einem “Powerseminar für Entscheider” einladen. Das Seminar findet statt am 28.08.07 in Berlin. Start ist um 14.30 Uhr.
Hier finden Sie weitere Informationen…
Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu können.
Mit freundlichen Grüßen

Mal ehrlich: Schon allein das Wortgeschöpf “Powerseminar” ist doch ein Grund, so ein Seminar niemals zu besuchen. Was bitte soll ein “Powerseminar für Entscheider” sein? Druckbetankung – und in der Pause gibts nur Powernapping? Und welcher Entscheider – wenn er denn ein Entscheider ist – braucht das überhaupt?

Gab es da nicht mal so einen durchgeknallten niederländischen Motivations-Guru, der immer laut “Du kannst es schaffen!” in die Menge brüllte und eine Menge Power verbreitet hat? Aber sicher nur für Unentschiedene, nicht für Entscheider.

Robbe William

Falls noch jemand Entertainment für den Pool braucht.

Life’s too short for the wrong job

Life's too short for the wrong job

Life’s
too short for the wrong job…

(great campaign, thanks Michael)

Callcenter Robots

Seit einiger Zeit bin ich Opfer. Irgendwann einmal die Telefonnummer an der falschen Stelle angegeben, dabei im Kleingedruckten vermutlich der Weitergabe der Nummer zugestimmt und schon rufen seit einiger Zeit diejenigen Call Center Mitarbeiter an, deren Schicksal sich gerade so vorbildlich der Herr Wallraff annimmt. Was Herr Wallraff aber bei seiner Schilderung des modernen Sklavenhaltertums nicht erwähnt ist der Fortschritt, den auch hier die Industrialisierung macht: Mittlerweile übernehmen offenbar Automaten den Job. Immer öfter rufen Stimmen vom Band an, fordern einen zur Teilnahme an Umfragen auf oder teilen einem – so wie eben gerade – mit, dass man 3.000,- Euro gewonnen hat und “für lediglich 1,99 Euro die Minute eine seriöse Abwicklung des Gewinns” unter 0900 – 1000375 beantragen kann.

Das Augs.blog hat diese Nummer gerade offiziell für beerdigt erklärt. Aber vermutlich ist das nur der Anfang des Telefonterrors. Wie man e-Mail SPAM los wird, das weiß ich. Wie man Telefon SPAM los wird, da habe ich noch keine Idee.

Feed Entsorgung

Beim Herrn Schwenzel den Hinweis gefunden, dass man jetzt bei der ZEIT die Autoren abbonieren kann. Sofort den Herrn Martenstein hinzugefügt und dabei 32 nutzlose Feeds auf den Planeten der ungenutzen RSS Feeds entsorgt. Was da wohl mit ihnen geschieht?

Beachten Sie bitte auch unsere Werbepartner

Seit ich Google Adsense mehr aus Neugier als aus Geldgier in dieses Blog eingebunden habe, habe ich dem aktuellen Kontostand keine Bedeutung beigemessen. Sogar Username / Password hatte ich irgendwo vergraben.
Jetzt hat es mich mal interessiert, und siehe da:

Total Earnings $99.83

Wenn sich also einer der geneigten Leser wirklich für “wiederverschließbare Beutel für die Luftfahrt” interessiert, dann möge er doch auch den Werbepartner auf diesen Seiten beachten. Bei $100 solls angeblich einen original Google-Scheck geben, der hoffentlich nicht platzt.

Sick Leave

Kitty Litter

Found this on vowe.net. Have to post it here, too, because it is so true.

Engineer #1: Why on Earth do we have to use this?
IT worker: We’re committed to using our own solution.
Engineer #1: Yeah, I understand the dog food rationale.
Engineer #2: The problem is that it’s not dog food. It’s kitty litter.

Some of you might know why I love this quote 😉

Zitat des Tages

Im 23. Stock einer renommierten Anwaltskanzlei:

Ich: Wow! Tolle Espressomaschine.
Er: Tja, die hat ja auch 14.000 Euro gekostet.
Ich: 14.000 Euro! Dafür bekomme ich ja einen voll ausgestatteten Kleinwagen!
Er: Ja schon. Aber kein Kleinwagen dieser Welt braut Dir so einen Cappucino.

Wo er recht hat, hat er recht.

Urban Golf

Urban Golf

Unwirklicher Ort für eine Driving Range. Mitten zwischen Bahngleisen, verlassenen Lagerschuppen auf der einen Seite und der Autobahn auf der anderen Seite. Man ballert auf Schrottautos – oder wenn es schlecht läuft auch in die Fenster der leeren Lagerschuppen. Abgefahren.

How to gain market share

Yesterday at a customer site:

Customer: So can you also help us with infrastructure and hardware problems?
Me: Yes, of course!
Customer: We need help upgrading to Vista and Office 2007.
Me: Ooops…
Customer: Is there a problem?
Me: Well, you have now Windows XP and Office 2003 – and to be honest thats everything you need. In fact I would recommend taking a look at Open Office 2.2. So why do you want to upgrade?
Customer: Very simple: We want to read and edit Office 2007 DOCX files.
Me: But why? Nobody in the world uses that format except Microsoft itself?
Customer: We receive every day documents in that format from the European Commission in Brussels, we are part of many groups in Brussels, and they send out their stuff as DOCX.
Me: So tell them to convert it to DOC or even Open Document Format. There are probably hundreds of other interest group outside in Europe that receive these files and cant open it – and don’t want to spent thousands of Euros to upgrade the systems.
Customer: No way. Everybody in Brussels uses now Office 2007, and they will not stop sending the documents out in DOCX. We tried and failed.
Me: But what is the reason for this bullshit?
Customer: Microsoft gave away Office 2007 licenses to the Commission’s administrative staff – for free.

So this is how it works.

Nachtrag

Ich wollte diese ganze Geschichte rund um meinen Identitätsklau eigentlich nicht weiter hochkochen. Heute sehe ich allerdings bei den Referrern, die zu diesem meinen Blog führen, folgenden Artikel vom Herrn Timo. Und der Herr Timo veranlaßt mich daher zu einem Nachtrag.

Erstens scheint das Thema “Identitätsklau bei eBay” von zunehmenden Interesse zu sein. Es gibt mittlerweile ganze Web Sites, bei denen sich Betrogene und Betroffene austauschen. Und erst neulich rief mich ein Journalist an und befragte mich für diesen Artikel im Kölner Stadtanzeiger zu dem Thema.

Mein Artikel zum Thema Identitätsklau hat es mittlerweile schon zu einiger Popularität gebracht. Als mich vor einigen Wochen allerdings der mittlerweile berüchtigte Herr “Zangenhunger” – wie ich ihn jetzt wegen seinen massiven Drohungen über die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte nennen werde – per e-Mail bedrohte, ich solle gefälligt seine persönlichen Daten sofort von meinem Blog entfernen, habe ich das Thema erst einmal ausgesessen. eBay hatte offenbar niemals etwas ernsthaftes gegen den Mann unternommen. Und die Kriminalpolizei samt Anwalt hat mich nur mit einem silberhellen Bühnenlachen abgefrühstückt. Also sollte er wenigstens per Google bestraft werden.

Es vergingen einige Wochen, bis Herr “Zangenhunger” neue Register zog. In gebrochenem Deutsch erhielt ich von zwei verschiedenen Mobilnummern jeweils eine SMS, die ungefähr so lautete:

“Hallo. entfernen sie sofort persönliche daten von webseite und aus google. sie verstossen gegen datenschutzgesetz. “

Gegen wieviel Gesetze Herr “Zangenhunger” so verstoßen hat, sei mal hier dahin gestellt. Und welches Maß an Frechheit man besitzen muß, wenn man nachweislich andere Leute über den Tisch zieht, sich aber dann noch auf Rechte und Gesetz zu berufen, leuchtet mir auch nicht ein. Aber sehr lustig ist wirklich die mehrmals wiederholte Forderung, seine Daten aus Google zu entfernen.

In den letzten Wochen trafen dann sogar e-Mails von potentiell “Zangenhunger” Geschädigten bei mir ein. Herr Timo bildet momentan den krönenden Abschluß.

Nebenbei bemerkt habe ich Namen und Adresse und auch zwei Handy-Nummern von Herrn “Zangenhunger”. Wenn dies jemanden bei eBay oder der Kriminalpolizei dann doch noch einmal ernsthaft interessieren sollte, stelle ich es gerne zur Verfügung.

Unerkannt erwischt

Ihnen wird vorgeworfen, in der Gemarkung Laubach, BAB 7, km 290,840, mittlere Fahrspur Richtung Nord eine Ordnungswidrigkeit nach §24 StVG begangen zu haben.

122 km/h statt 100 km/h. Besonders schön ist allerdings die Anmerkung, dass mich sowohl das Messgerät “TRAFFIPAX” (was für ein Name!) als auch die Kreisangestellte R. Müller (Name von der Redaktion geändert) mit der Berufsbezeichnung “Bildauswerterin Landkreis Göttingen” in der “Gemarkung Laubach” identifiziert haben.

Ich hätte mich aufgrund dieses Bildes nicht identifizieren können. Woher wollen die das also wissen?