Googlephobie

Beim Spreeblick brennen die Sicherungen durch:

Wenn also Chrome nicht „böser“ ist als andere Browser … woher dann dieser Aufschrei? Wieso werden die Verschwörungstheorien massiv verlinkt und laut kommentiert, während sachlichere Herangehensweisen beinahe unbeachtet bleiben? Wieso wird man, wenn man Chrome innovative Details bestätigt (jeder Tab im eigenen Prozess, BSD-Lizenz …), als Dummkopf beschimpft? Warum werden viele, viele Blog-Posts, die mittlerweile als Blödsinn widerlegt sind, nicht mit einem Hinweis, einem Update versehen?

Die Antwort ist leicht: Weil Sachlichkeit keine K(l)icks bringt. Weil wir alle BILD sind, auf der Suche nach der Sensation, dem Skandal, der einfachen Erklärung, dem klaren Feind- und damit Weltbild.

Ja weiß denn Johnny nicht auch, dass Google die böse Datenkrake ist? Arbeitet er heimlich für Google? Man sagt, er sei schon mal im Googleplex gesichtet worden. Hat er vielleicht doch heimlich Adsense eingebunden? Wird er jetzt zu 5. Kolonne von Sergey Brin und Larry Page? Strebt Johnny ebenso wie Google nach der Weltherrschaft?

Heute weiß doch jedes Kind Gut und Böse zu unterscheiden – und dass Google sicher einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, nachdem es ihm zu langweilig mit Bill Gates wurde.

2 Responses to “Googlephobie”


  • Ich finde, der Spreeblick hat doch absolut recht! Immer wieder wird die Google-Datenkrake-Sau durchs Dorf gejagt und jeder gefällt sich im Wiederkäuen der Verschwörungstheorien. Muß doch nicht sein, auch hier nicht….

  • und ich dachte nur die Besucher aus den USA kennen das Konzept “Ironie” nicht. Werde zukünftig meine Aussagen mit diesen tags versehen:
    [ironie]{TEXT}[/ironie]

    Um es nochmal deutlich ironiefrei zu sagen: ich finde der Mann hat absolut recht und spricht mir aus der Seele.

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