Über die gesellschaftliche Bedeutung des Schimpfens

Über politisch korrekte Beschimpfungen und Klappstühle:

»Blöde Kuh«, »Grasdackel« sowie der Karl-May-Lesern geläufige »Hundesohn« laufen bei Diskriminierungsfachleuten unter »Speziesismus«. Der Speziesismus weist darauf hin, dass manche Lebewesen, zum Beispiel Dackel, aufgrund ihrer Artzugehörigkeit diskriminiert werden. Speziesisten sagen, dass nicht nur die Unterscheidung zwischen Männern und Frauen, sondern auch die Unterscheidung zwischen Tieren und Menschen ein willkürliches soziales Konstrukt sei. Statt des Wortes »Tiere« müsse man »nicht menschliche Tiere« sagen. Das Schimpfwort »Hurenbock« wäre demnach in doppelter Weise diskriminierend, weil es sowohl die männlichen Ziegen in unangemessener Weise herabsetzt als auch die Sexarbeiterinnen, auch der »Lahmarsch« ist ein Fall von Doppeldiskriminierung, Behinderte und Schwule, während die Verwender von »Spinatwachtel« sich mit den Vegetariern und den Vogelschützern zwei besonders streitbare Bevölkerungsgruppen zum Feind machen.

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