Mobilität (fast) ohne Grenzen

Fachartikel zum Thema Mobile Lösungen, veröffentlicht im Notes Magazin, 04/2005

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Mobilität (fast) ohne Grenzen – Wie Notes Applikationen auf dem PDA das Laufen lernen
von Alexander Kluge

Seit die Leistungsfähigkeit der elektronischen Helferlein exponentiell zunimmt, stellt sich die Frage nach der Mobilisierung von geschäftskritischen Anwendungen immer deutlicher. Für viele der extrem mobilen Anwender ist der PDA das Arbeitsmittel der Wahl – er vereinigt alle wesentlichen Funktionen vom Telefon über den Mail- und Kalender-Client bis hin zum Portal-Client auf kleinstem Raum. Mit den klassischen PIM Funktionen (Mail, Kalender, Adressen) sind die Geräte bei weitem unterfordert.

Kritische Anwendungen auf dem PDA

Die kritischste Anwendung ist bereits auf fast jedem PDA im Einsatz: e-Mail. Mobile und sichere Nutzung von e-Mail gehört heute zur Standardanwendung. Dennoch wehrt sich insbesondere die Unternehmens-IT gegen den Rollout von Anwendungen auf die mobilen Endgeräte – nicht unberechtigt, wenn man die vielfachen Supportkosten für PDAs und Smartphones sowie das Sicherheitsrisiko bedenkt. Was kann der Einsatz von PDAs dem Unternehmen an Mehrwert bringen? Die Kalkulation, die viele Hersteller in den ROI Betrachtungen vorlegen, sind häufig frommes Wunschdenken. Dennoch kann man argumentieren, dass allein die Nutzung von Wartezeiten zur Bearbeitung von e-Mails durchaus einen Mehrwert bietet. Bei der Annahme einer gesteigerten Produktivität von nur einer Stunde pro Woche, die zum Beispiel durch Wartezeiten am Flughafen entstehen, übersteigen die Einsparungen schon die TCO (Total Cost of Ownership) für das mobile Endgerät.

Aber neben reinen ROI–Betrachtungen, die leider zu häufig missbraucht werden, gibt es eine Reihe weiterer Vorteile, die für den Einsatz von professionellen Lösungen im PDA-Umfeld sprechen.

Neben der permanenten Erreichbarkeit via e-Mail werden dabei vor allem im Applikationsbereich die verkürzten Durchlaufzeiten für Workflows genannt. Genehmigungsvorgänge können mobil bearbeitet und Entscheidungen unterwegs getroffen werden.

Auch die Vermeidung von Medienbrüchen ist ein wichtiges Thema. Helpdesk-Mitarbeiter können ihren Arbeitsbericht bzw. die Fehleraufnahme direkt am Arbeitsplatz des Betreffenden aufnehmen oder gleich in der lokalen Datenbank recherchieren. Kann die Lösung nicht gleich gefunden werden, wird der Vorgang auf dem PDA erfasst und in das Helpdesk System synchronisiert. Ähnliches gilt beispielsweise auch für Anwendungen im Lagerbereich, insbesondere in Verbindung mit Barcodes.

Ein weiteres Beispiel für die nahtlose Übermittlung zeitkritischer Informationen ist der Einsatz von PDAs bei Fluggesellschaften wie der Britannia Airways. Das Flugpersonal erhält via PDA die Flug- und Einsatzpläne für den Tag, hat lokal die Artikellisten für den Bordverkauf parat und wickelt den Kauf ebenfalls über den PDA ab. Nach der Landung werden die Daten zurück in das Bestandssystem synchronisiert, Übertragungsfehler werden vermieden und Informationen stehen zeitnah zur Verfügung.

PIM-Synchronisation ist demnach mittlerweile eine Grundfunktion, die vorhanden sein muss. Der Mehrwert liegt aber eindeutig in der Nutzung mobiler Applikationen (siehe Abbildung).

Bild: ROI für Applikationen:

Mobile Anwendungen

Während Mail, Kalender, Adress- und Memofunktion fest im Handheld verankerte Anwendungen sind, gibt es für die Unterstützung von Lotus Notes Anwendungen keine vorhandenen Handheld-Applikationen. Der integrierte Web Browser scheidet aus Mangel an Funktionalität meistens aus. Daher bietet der Pylon Application Server dem Anwender einen intuitiven Einstieg in die mobile Notes-Welt.

Mit dem Pylon Application Server lassen sich Lotus Notes Anwendungen schnell und einfach mobilisieren. Aus Anwendersicht ist die Nutzung denkbar einfach, denn der berühmte „Kachel-Dekstop“ hat einen hohen Wiedererkennungswert. Der Einstieg erfolgt somit ohne Hürden beim User. Er findet seine gewohnten Anwendungssymbole auf dem Desktop des PDAs wieder und kann unterwegs Helpdesk, CRM oder beliebige andere Anwendungen nutzen, die ihm die Administration zur Verfügung stellt.

Bild: Kacheldesktop:

Hinter jeder der Kacheln verbirgt sich allerdings keine vollständige Anwendung. Die Anwendungslogik des „fetten“ Notes Clients würde der PDA nicht verkraften. Jeweils eine Maske und eine Ansicht aus der Anwendung müssen reichen. In den Ansichten kann der Nutzer die Spalten definieren und einfache und verknüpfte Abfragen durchführen. Neue Dokumente können erstellt werden, Auswahllisten und Lookups auf andere Anwendungen werden unterstützt.

So kann eine Anwendung zur Bestellung von Bürobedarf aus mehreren Einzel-Datenbanken auf dem PDA bestehen. Im Bestellformular erfasst der Anwender seine Daten, kann dann einen Lookup wie gewohnt in die Artikel-Datenbank durchführen und seine Bestellung vervollständigen. Da der Client lokale Logik zulässt, fürht dieser sofort die Berechnung des Endpreises durch, in dem er einen Lookup auf den Preis durchführt und diesen mit der Bestellmenge multipliziert. Dies alles ist kein Hexenwerk, aber so einfach bisher auf dem PDA nicht zu realisieren gewesen.

Bild: Liste + Dropdown + Abfragen

Anwendungsentwicklung für den PDA

Während die reine Mobilisierung von Mail, Kalender oder Kontaktdaten ohne jegliche Eingriffe der Anwendungsentwickler vonstatten geht, bereitet die Mobilisierung von Anwendungen häufig Kopfschmerzen.

Will man keine gesonderten Entwicklungstools anschaffen und bestehendes Know how nutzen, stößt man schnell auf die Möglichkeiten des Pylon Application Server. Der Entwickler muss kein neues Werkzeug benutzen um Anwendungen zu schreiben, und er muss auch keine neue Programmiersprache lernen. Lotus Notes Anwendungen werden wie gewohnt im Domino Designer angepasst. Für die Anzeige auf dem PDA werden umfangreiche Masken für die Synchronisation abgespeckt und nur die wesentlichen Felder übertragen. Vereinfachte Ansichten erleichtern das Navigieren auf dem PDA. Da der Client auf dem PDA JavaScript Events unterstützt, können Berechnungen oder Validierungen von Feldinhalten auf dem PDA genauso vorgenommen werden wie auf dem Notes-Client. Auch Lookups in andere Datenbanken und Ansichten werden ebenso auf dem PDA unterstützt wie Drop Down Menus, Radio Buttons, Checkboxen und Rich Text Felder.

Replikation auf Feldebene

Pro „Kachel“ auf dem Desktop definiert der Entwickler eine Ansicht und eine Maske, die mit dem PDA synchronisiert wird. In vielen Fällen sind die Notes-Dokumente in einer Dokumentenhierarchie eingebunden. So sind Adress-Datenbanken in Notes-basierten CRM Anwendungen häufig mindestens zweistufig aufgebaut, d.h. Personendokumente „hängen“ an den zugehörigen Firmen- oder Standort-Dokumenten. Dieser Dokumentenbezug kann bei der Synchronisation von neu erstellten Kontaktprofilen automatisiert wiederhergestellt werden, da der Pylon Application Server zur Laufzeit der Synchronisation entsprechende Agenten ansteuern kann.

Bild: Anwendungskonfiguration für den Handheld:

Optimierte Datenübertragung

Drahtlose Datenübertragung kann extrem teuer werden. Optimal komprimierter Datentransfer ist daher ein Muss. Der Pylon Application Server führt daher die von Lotus Notes gewohnte Replikation der Daten durch – und zwar mit einer Replikation auf Feldebene. Das bedeutet: Ändert sich ein Feld, wird auch nur dieses synchronisiert und nicht die ganze Anwendung oder das Dokument. Ebenso werden, wie aus der Lotus Notes Welt bekannt, Daten und Applikationsregeln repliziert. Design-Änderungen in den Applikationen stehen dem Nutzer sofort zur Verfügung. Dabei wird das komplexe Domino-Sicherheitsmodell vollständig unterstützt.

Mobilität (fast) ohne Grenzen

Was bedeutet dies nun alles für den Erfolg der mobilen Strategie? Palm und Co. können tatsächlich einen deutlichen Mehrwert für das Unternehmen bringen. Die Treiber des Erfolgs werden mobile Anwendungen sein, denn PIM Synchronisation ist mittlerweile ein selbstverständlich. Die damit verbundenen Anforderungen an Sicherheit, Stabilität, Verfügbarkeit, Kosteneffizienz und Systemmanagement können mit einer Lösung wie der Pylon Produktreihe von iAnywhere hervorragend abgebildet werden.

Software ist aber, wie so häufig, nur die halbe Miete. Es gilt, die Prozesse im Unternehmen entsprechend anzupassen, Richtlinien zu entwickeln, diese auch zu kommunizieren und Standards festzuschreiben. Bei der Implementierung helfen spezialisierte Systemhäuser wie die XCOM AG.

Pylon App Server:

Der Pylon Application Server basiert auf der leistungsfähigsten Synchronisationsplattform für mobile Anwendungen, die es derzeit gibt: Dem M-Business Server von iAnywhere. Über 10 Millionen Anwender nutzen den kostenfreien AvantGo Dienst und synchronisieren 2 Terrabyte an Informationen aus Online-Medien täglich auf ihre Handhelds. Die Technologie ist robust und skalierbar. Notes Anwendungen können somit im mobilen Portal mit Web-Informationen und Daten aus relationalen Datenbanken gemeinsam genutzt werden. Die Erstellung mobiler Informationskanäle auf Basis von bestehenden Webseiten ist im Handumdrehen möglich.

iAnywhere

iAnywhere Solutions, ein Sybase-Tochterunternehmen (NYSE: SY), bietet die umfassendste Bandbreite an Software und Services im Markt für den „Always Available”-Zugriff auf Unternehmensinformationen. Mit über 400 Mitarbeitern weltweit in mehr als 50 Ländern ist iAnywhere mit seinen Lösungen unangefochtener Marktführer bei Mobiler Middleware

Marktführer Mobile Middlerware (IDC 2004 Worldwide Mobile Middleware Competitive Analysis Forecast 2004 – 2008) 

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