Archive for the 'eBay' Category

Protected: Vorsicht, bissiger Hund

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Konfliktvermeidung

Ich gebe auf. Niemand konnte wirklich Entwarnung an dieser Stelle geben. Gemessen an der Bedeutung des juristischen Problems, das morgen seinen vorerst traurigen Höhepunkt erreichen wird, ist dieser Fall es nicht wert, sich terrorisieren zu lassen – noch dazu von einem Menschen, der mit Pseudonym “killaberlin” sein Unwesen treibt.

Wer Interesse hat, kann sich ja mal die Argumentation dieses Kerls anschauen:

Sehr geehrter Herr Kluge,

hiermit fordere ich letztmalig auf alle Links und Veröffentlichungen aus Google mit dem Inhalt meines Namens „Zangenhunger“ sofort zu entfernen.

Ich weise Sie daraufhin das Sie gegen diese Gesetze verstoßen haben:
§186 Üble Nachrede StGB

„Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

§ 164 Falsche Verdächtigung StGB

(1) Wer einen anderen bei einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger oder militärischen Vorgesetzten oder öffentlich wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat oder der Verletzung einer Dienstpflicht in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer in gleicher Absicht bei einer der in Absatz 1 bezeichneten Stellen oder öffentlich über einen anderen wider besseres Wissen eine sonstige Behauptung tatsächlicher Art aufstellt, die geeignet ist, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen.

Grundrecht

Das Recht auf Informationelle Selbstbestimmung bezeichnet im deutschen Recht das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts um ein Datenschutz-Grundrecht, das im Grundgesetz nicht ausdrücklich erwähnt wird

Durch Ihre Beiträge bzw. Veröffentlichungen bei Google fühle ich mich denunziert. verletzt und beleidigt und haben mir beruflich sowie privat sehr geschadet und werde es nicht mehr hinnehmen.

Desweiteren auf zivilrechtlichen Weg auf Schadenersetz und Schmerzensgeld gegen Sie klagen, wenn Sie nicht sofort die Links aus Google entfernen.

Ebenfalls haben Sie in Ihrem Blog veröffentlicht, das Sie jede Person meine persönlichen Daten auf Anfrage weitergeben werden. Ihre Beiträge habe ich gespeichert.

Ich setze Ihnen eine letzte Frist bis zum 11. Feb. 2009 die Links mit dem Inhalt meines Namens: „…“ zu entfernen.

Sollte dies nicht bis zum 11. Feb. 2009 geschehen, werde ich Strafanzeige wegen Üble Nachrede, falscher Verdächtigung und Verstoß gegen das Grundrecht stellen

Ende aus, keine Lust mehr auf den Kerl.

Ein Fall für die Juristen

Vor längerer Zeit beschäftigte mich das Thema Identitätsklau. Als Opfer eines vermeintlichen Betrügers, der sich kurzerhand meinen Namen und meine Adresse ausgeliehen hatte, schrieb ich einige Artikel zu diesem Thema.

Schon damals bombardierte mich der vermeintliche Betrüger mit Aufforderungen per Mail, per Fax und per SMS, die Geschichte von meinem Blog zu entfernen. Andere Opfer gingen das Risiko eines kostspieligen Prozesses nicht ein, sie nahmen ihre Geschichte lieber vom Netz.
Sucht man heute nach dem vermeintlichen Übeltäter bei Google so stößt man zuerst auf meine Artikel über den Betrugsfall.

Am Samstag ging der Terror von Neuem los. Ich werde vom Betroffenen bombardiert mit E-Mails mit stümperhaft anonymisierter Absender-Adresse, mehrere Faxe erreichen mich sowie eine SMS. Tenor: Ich verstoße gegen das Datenschutzgesetzt, spreche nicht bewiesene Anschuldigungen aus und schade dem Herrn bei der Ausübung seines Berufs. Wiederholt wird auch die Aufforderung, seinen Namen sofort aus Google zu entfernen.

Was nun? Fakt ist:

  • Der von mir mit korrektem Nachnamen genannte Mensch ist nachweislich der Empfänger einer Zahlung für eine Auktion gewesen, die unter meinem Namen und meiner Adresse ohne mein Wissen auf eBay gelaufen ist
  • Ebenso ist klar, dass das gelieferte Produkt von ihm an den Käufer versandt wurde
  • Eine Anzeige und eine strafrechtliche Verfolgung des Falls hat es nicht gegeben, eBay hat nie auf meine Vorwürfe reagiert
  • Da es keine rechtskräftige Verurteilung gibt, fühlt sich der gekränkte Herr im Recht. Moralisch will ich das hier jetzt nicht diskutieren. Mich interessiert die rechtliche Seite. Muß oder sollte ich seinen Namen anonymisieren? Darf ich über Vorgänge schreiben, die Fakten enthalten, die Rückschlüsse auf diese Person zulassen, wenn mir die entsprechenden Dokumente vorliegen?

    Wäre für jeden Hinweis sehr dankbar.


    Stirb schwäbisch, Powerseller!

    Nachtrag

    Ich wollte diese ganze Geschichte rund um meinen Identitätsklau eigentlich nicht weiter hochkochen. Heute sehe ich allerdings bei den Referrern, die zu diesem meinen Blog führen, folgenden Artikel vom Herrn Timo. Und der Herr Timo veranlaßt mich daher zu einem Nachtrag.

    Erstens scheint das Thema “Identitätsklau bei eBay” von zunehmenden Interesse zu sein. Es gibt mittlerweile ganze Web Sites, bei denen sich Betrogene und Betroffene austauschen. Und erst neulich rief mich ein Journalist an und befragte mich für diesen Artikel im Kölner Stadtanzeiger zu dem Thema.

    Mein Artikel zum Thema Identitätsklau hat es mittlerweile schon zu einiger Popularität gebracht. Als mich vor einigen Wochen allerdings der mittlerweile berüchtigte Herr “Zangenhunger” – wie ich ihn jetzt wegen seinen massiven Drohungen über die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte nennen werde – per e-Mail bedrohte, ich solle gefälligt seine persönlichen Daten sofort von meinem Blog entfernen, habe ich das Thema erst einmal ausgesessen. eBay hatte offenbar niemals etwas ernsthaftes gegen den Mann unternommen. Und die Kriminalpolizei samt Anwalt hat mich nur mit einem silberhellen Bühnenlachen abgefrühstückt. Also sollte er wenigstens per Google bestraft werden.

    Es vergingen einige Wochen, bis Herr “Zangenhunger” neue Register zog. In gebrochenem Deutsch erhielt ich von zwei verschiedenen Mobilnummern jeweils eine SMS, die ungefähr so lautete:

    “Hallo. entfernen sie sofort persönliche daten von webseite und aus google. sie verstossen gegen datenschutzgesetz. “

    Gegen wieviel Gesetze Herr “Zangenhunger” so verstoßen hat, sei mal hier dahin gestellt. Und welches Maß an Frechheit man besitzen muß, wenn man nachweislich andere Leute über den Tisch zieht, sich aber dann noch auf Rechte und Gesetz zu berufen, leuchtet mir auch nicht ein. Aber sehr lustig ist wirklich die mehrmals wiederholte Forderung, seine Daten aus Google zu entfernen.

    In den letzten Wochen trafen dann sogar e-Mails von potentiell “Zangenhunger” Geschädigten bei mir ein. Herr Timo bildet momentan den krönenden Abschluß.

    Nebenbei bemerkt habe ich Namen und Adresse und auch zwei Handy-Nummern von Herrn “Zangenhunger”. Wenn dies jemanden bei eBay oder der Kriminalpolizei dann doch noch einmal ernsthaft interessieren sollte, stelle ich es gerne zur Verfügung.

    Dein Ebay Artikel hat geschickt

    Hallo,
    Fur deine Zahlung danke. Wir schickten deinen Artikel. Lieferfrist ist 5-12 Wochentage (schliesst nicht Feiertage ein).

    xxxxxxxxxxx
    iTrip LCD fur iPod Video/Nano FM-Transmitter Schwarzes
    http://cgi.ebay.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=xxxxxxxxxxx

    Nachdem du deinen Artikel empfaangst, eine Auswertung fur mich bitte lassen und Ich tue das selbe.

    Danke

    Ist alles noch ok bei Dich? Warum dauern so lang? Wenn Du schickten, dann doch nicht 12 Wochentage Frist! Wenn ich empfaang früher, dann ich lasse Auswertung.

    Sonst sollst Du mal sehen.

    Das Sicherheitsteam von eBay informiert

    Als wär es mit meinem Ärger mit eBay nicht genug, flattert mir doch heute wieder erfreuliche Post in den Kasten:

    Vor kurzem haben Sie ueber die E-Mail-Funktion von eBay eine E-Mail des Absenders xxxxx erhalten. Moeglicherweise sind Sie in dieser E-Mail dazu aufgefordert worden, einen Artikel ausserhalb des eBay-Marktplatzes zu kaufen oder zu verkaufen.

    Angebote dieser Art verstossen gegen die eBay-Grundsaetze – unabhaengig von den Bewertungen und anderslautenden Behauptungen des fraglichen Mitglieds.

    Gehen Sie auf ein solches Angebot ein, riskieren Sie, Ihr Geld zu verlieren. Fuer Artikel, deren Kauf oder Verkauf Sie ausserhalb des eBay-Marktplatzes abwickeln, koennen wir Ihnen keine eBay-Serviceleistungen wie den Standard-Kaeuferschutz, den Treuhand-Service, das Bewertungssystem oder sonstige Beratung durch unsere Mitarbeiter anbieten.

    eBay will mich diesmal also vor Gaunern schützern, wo ich doch letztens erst selber ein solcher gewesen sein soll. Selbstlos hat man also in mein “privates” Postfach geschaut, unlautere Angebote dort gefunden und mich gleich darauf hingewiesen.

    Was lernt man daraus? Mails im eBay Briefkasten sind alles andere als privat. Und natürlich soll man nicht einfach einen Deal außerhalb von eBay machen – da könnte ja einer der Marktteilnehmer Geld verlieren. Nur welcher?

    Und wieder einmal eBay

    Ich bin wirklich kein Powerseller und auch kein Powershopper bei eBay. Meine Aktivitäten bei eBay halten sich in Grenzen. Für diese sehr beschränkte Erfahrung habe ich allerdings schon einiges erlebt. Identitätsklau, Anwälte, XBoxen aus Fernost.

    Nun gibt es wieder etwas interessantes zu berichten. Man nehme ein beliebiges Produkt. Zum Beispiel eine Ski-Jacke eines bekannten Sportartikelfabrikanten. Diese hochwertige Jacke ist im Retro Design gehalten und ist stilistisch angelehnt an eine Sportmarke vergangener Zeiten, deren Namen wir jetzt hier auch lieber nicht mehr nennen.

    Man mißt also aufwändig das gute Stück durch, macht Photos von allen Seiten, erstellt eine umfangreiche Produktbeschreibung – und beschreibt Marke und Stil des Produkts.

    Was passiert? Die Markenpiraterie-Abteilung von eBay schlägt zu. Und zwar gnadenlos. Mit dem Betreff “eBay-Angebot wurde entfernt: Keyword Spamming” bekommt man per e-Mail mitgeteilt, dass man ein fieser Gauner sei und deshalb das Angebot entfernt wurde.

    “Entfernt?” fragt man dann. Ja, entfernt. Sollte man an dieser Stelle dann um Gnade winseln und bitten, den mißverständlichen Text editieren und neu veröffentliche zu dürfen, hat man bei eBay fälschlicherweise auf Verständnis gehofft. Denn eBay macht kein “soft delete”, nein, man löscht angeblich richtig wirklich echt. Das glaube ich zwar nicht, aber die dreiseitige schleimige Belehrung, dass dies ja alles “lieber Herr Kluge” nur zu meinem Besten sei, läßt Hoffnungslosigkeit aufkommen.

    Also alles nochmal neu eingetippt, neu erfaßt und formatiert. Und sich geärgert, welch dreistes Monopol doch dieser Laden hat, bei dem kleine ahnungslose aber wichtigtuerische Werksstudenten die Arbeit von Stunden einfach mit einem Knopfdruck vernichten.

    Jetzt schlägts 13

    Soeben erhalte ich einen Brief der Anwaltskanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim & Partner. Der Mandant ist die Firma eBay International AG. Was die wohl von mir wollen?

    Geld! Vor kurzem liess ich mich hier und hier zu einem Vorfall bei eBay aus, bei dem jemand mit meinem Namen und meiner Adresse Produkte auf eBay versteigerte. Dieser “klualexi” schuldet der Firma eBay 44,90 Euro. Und die fordern die Herren Anwälte nun von mir ein – nebst Gebühren, Zinsen etc. beläuft sich der Spaß auf 82,87 Euro.

    Unverschämterweise hat eBay niemals auf meine Beschwerden reagiert. Ich habe den Fall gemeldet und nur ein simples “Wir kümmern uns drum – aber im Sinne der Verfolgung des Täters sagen wir Ihnen nicht was wir tun” zurückbekommen. Und nun das.

    Da müssen wir nun wohl den Spieß umdrehen.

    Wie man schlechte Produkte auf eBay verkauft

    -> zum Beispiel so

    Herr Zangenhunger und seine Identitäten

    Irgendetwas Neues zum Thema eBay? Das fragte ich mich heute wieder – und fand ein freundliches e-Mail in meiner Mailbox. Nein, natürlich NICHT von eBay, ich hatte mich ja über den Identitätsklau auch erst am 5. August beschwert. Innerhalb von acht Tagen einem Betrug nachzugehen, ist natürlich zuviel verlangt von eBay.

    Stattdessen meldete sich der vermeintlich betrogene mit folgender Meldung: Er hat die Ware wider Erwarten erhalten. Der Absender war ein gewisser Marcelo Toro aus Berlin.

    So ganz traute er dem Frieden nicht und schaute vorsichtshalber nochmal unter den Aufkleber, auf dem sich eine weitere Anschrift fand: Dort stand ein gewisser Herr, dessen Namen wir aufgrund des massiven Hungers des Übeltäters, den Autor dieses Artikels in die Zange zunehmen, einfach mal “Zangenhunger” nennen wollen – mit vollständiger Adresse aus Berlin.

    Das Konto, auf das er den Betrag überwiesen hatte, lautete interessanterweise auch auf den Namen des Herrn “Zangenhunger”.

    So, Herr “Zangenhunger” aka Marcelo Toro aka Alexander Kluge aka “klualexi”, nun werden wir mal schauen, ob wir Dich wie die nackte Sau durchs Dorf jagen können. Aber auf die Hilfe von eBay zähle ich da mal nicht.

    Identitäts-Klau

    So lange ist der letzte Identitäts-Raub noch nicht her, dem ich zum Opfer fiel. Jetzt schreibt mich ein e-Bayer an, ich solle ihm doch endlich die ersteigerten Nokia Bedienungsanleitungen zusenden.

    Mein erster Gedanke: Nein, bitte nicht schon wieder!

    Offenbar ist es diesmal anders gelaufen. Der Account wurde nicht gekapert, sondern einfach ein neuer Account angelegt. Nickname “klualexi”, Klarname “Alexander Kluge”. Nun gibt es neben dem Alexander Kluge und mir noch eine große Zahl weiterer Namenvettern. Also bat ich den betrogenen Gewinner der Nokia Bedienungsanleitungen, mir die Kontaktdetails zu nennen.

    Und tatsächlich: Der Alexander Kluge wohnt exakt in meinem Haus! Nur merkwürdig, dass ich von meinem Doppelgänger noch nichts wußte.

    Ich hoffe, dass dies kein Nachspiel hat. Angeblich hat sich der angebliche Alexander Kluge jetzt gemeldet beim Käufer. Ob der jemals seine Nokia Bedienungsanleitungen zugesandt bekommt, bleibt offen.

    Nachtrag: Der Guardian hatte erst neulich über eine Studie zum Identitäts-Betrug berichtet. Demnach scheint es wirklich denkbar einfach zu sein, an IDs und Passwörter zu gelangen oder unter falschem Namen Accounts zu öffnen und Transaktionen durchzuführen. Immerhin jeder Zehnte User in der besonders internetaffinen Zielgruppe bezeichnet sich schon als Opfer eines solchen Betrugs.

    Mich trifft es nun schon zum zweiten Mal.

    eBay – Fortsetzung

    Heute wurde mein eBay Account gekapert. Die Abenteuer mit eBay Deutschland, die dieser Story folgten, kann man nur auf Deutsch beschreiben.

    Man kann einen gekaperten eBay Account entweder per Telefon oder per Mail-Formular melden. Per Mail-Formular ist die Sache zwar schnell gemeldet, aber eine Bestätigung des Mail-Eingangs kam nie. Die angegebene Wartezeit bis zur Reaktion eines lebenden Menschen kann laut eBay “48 bis 72 Stunden dauern”. Wohlgemerkt für einen Vorfall, der bereits eindeutig als Sicherheitsrisiko eingestuft wird durch die dem Mail-Formular vorangestellte Kategorisierung des Problems.

    Da innerhalb der nächsten 72 Stunden vermutlich mehrere meiner 100 XBoxen zumindest vermeintlich den Besitzer wechseln, muß man wohl auf Telefon-Kontakt umsteigen unter 0900-1463229.

    Ich sage nur: 0900er Nummer. 54 Cent die Minute. Nicht erreichbar aus dem Arcor-Festnetz zu Hause, nicht erreichbar aus dem COLT-Festnetz im Büro.

    Und nun? Handy in die Hand genommen und die Nummer gewählt. Die freundliche Stimme teilt gleich den Preis mit: 79 Cent die Minute! Die freundliche Stimme sagt aber noch mehr: Bei Sicherheitsfragen gibts auch eine 0800er Nummer: 0800 – 7040600.

    Also fluchs die 0800er Nummer gewählt. Geht auch aus dem Festnetz. Alles schön?

    Alles gar nicht schön. “Der Inhaber dieser Nummer ist eBay Deutschland, die Telefonnummer von eBay lautet 030 – 30829950, der Verantwortliche für diese Ansage ist Herr Martin Muschiol.”

    Danke, Martin Muschiol. Endlich eine normale Festnetznummer.

    Man glaubt es nicht. Endloses Musik-Gedudel, dann eine freundliche Dame, die einem erklärt, man wäre hier bei DeTe-irgendwas, einem eBay Dienstleister, und nur zuständig für Gebührenfragen. Für alles andere könne sie mir aber die richtige Nummer geben: 0900-1463229

    Spätestens hier setzt eine gewisse Verstimmung ein. Aggressionen machen sich breit, ich werde zunehmend ungehaltener.

    Also wieder zum Handy gegriffen, 0900er Nummer gewählt. Durch alle Menus hindurchgepiept, bis die freundliche Stimme sagt: “Damit wir Ihre Anfrage bearbeiten können, halten Sie bitte die genaue Uhrzeit Ihrer Anmeldung bereit”. Uhrzeit meiner Anmeldung? Wo steht die? Und wie zum Teufel soll ich mich anmelden, wenn jemand meinen Account gekapert und mein Passwort geändert hat?

    Die Verstimmung wird größer. Erste Anrufer, die noch dringend irgendsowas wie “Jahresendgeschäft” murmeln, werden von mir unfreundlich auf das nächste Jahr vertröstet.

    Die Wartemusik auf der anderen Seite endet. Man redet also doch mit mir. Aber man findet meine elektronische Meldung des Vorfalls im System nicht. Lange Diskussion, ob das jetzt richtig gemeldet wurde, wann ich es gemeldet habe, unter welchem Namen, auf welchem Planeten dieses Sonnensystems. Ich bin nah dran, ins Telefon zu brüllen: “Es ist mir scheiss egal, sperrt das verdammte Konto und macht einfach Euren Job!”

    Das Ende der Geschichte: Kurz vor Auktionsende der ersten Auktion verschwinden die XBoxen. Jemand ist dann doch aufgewacht. Und einige Zeit danach trudelt dieses Mail ein:

    Liebes eBay-Mitglied,
    vielen Dank fuer Ihre E-Mail.

    Wir bestaetigen Ihnen den Erhalt Ihrer Anfrage, auf die Sie je nach Rechercheaufwand innerhalb von 48 bis 72 Stunden eine Antwort erhalten werden.

    TIPP: Viele Informationen koennen Sie ueber unsere Hilfeseiten abrufen.
    Klicken Sie dazu bitte den “Hilfe”-Button auf unserer Startseite.

    Euren Hilfe-Button, den könnt Ihr Euch… Ach, ich sag jetzt nichts mehr.

    eBay Account Hijacking

    I always thought this would never happen to me. Always talking about security, password protection, encryption and all that stuff I never was affected personally. Well, today things changed. I tried to open my eBay account, and access was denied. Checking my emails I found a message titled “Conferma della modifica della password”. Looking at my eBay page I see now my last offerings:

    So some italian mafiosi hijacked my eBay account. Why? They try to sell Xboxes. Obviously these Xboxes will never find its way to the customer, and the money unfortunatly will not find the way to my bank account.

    So how does eBay care about this? You will not have the chance to communicate directly with eBay. Unlike for credit card companies or banks you will not find a service number to block your eBay account. Instead you have to call the service number of eBay and you will get charged 0,59 Euro per minute. Do I have to mention you have to wait in line for about 10 minutes? Do I have to mention that the help desk can not do anything right now, and they will call you back within an hour? Do I have to mention that this call is 6 hours overdue and the first auction ends in 2 hours – and someone will be really upset spending his money for something he will never get from me.

    Update: I just learned something new about identity thiefs. Often the victims are told to pay nothing until they receive the product they purchased. The mafiosi uses the victim’s name and a credit card number belonging to another person to purchase the item at a legitimate site.

    Once the item is shipped, the victim then authorizes his credit card to be billed or sends payment directly to the scammer. The scammer has now put you in the position of being in receipt of stolen merchandise while they get away with your money.