Archive for the 'Kluges Leben' Category

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Wintertime

Heute klare Entscheidung für das geeignetere Verkehrsmittel.

Acht Milliarden für Volksverdummung

Jawoll, recht hat er, der Herr Martenstein:

Aus der Kirche kann ich austreten. Ich kann sagen: »Sorry, ich glaube nicht an Jesus. Ich möchte es nicht subventionieren.« Aber im Vergleich zu den Fernsehfilmen, da würde auch der hartgesottenste Atheist mir beipflichten, ist die Kirche eine kulturell wertvolle Veranstaltung. Ich will das Geld lieber der Kirche geben. Ich bin sogar eher bereit, dem Konzern BP monatlich etwas zu überweisen, als dass für diese Summe ein weiterer Dreiteiler mit Veronica Ferres produziert wird. Noch lieber gebe ich das Geld den lebenslustigen Griechen, noch das älteste und zäheste Souvlaki stellt eine größere Kulturleistung dar als Kommissar Rex, und hinterher kriegt man nicht einmal einen Ouzo gratis. Sie sagen, das sei Geschmackssache? Gewiss. Wenn Sie es mögen, meinetwegen. Aber ich will nicht vom Staat dazu gezwungen werden, gegen mein Gewissen Kitsch mit Happy-End-Zwang zu bezahlen, anderswo kommt die Kitschindustrie auch ohne Staatsknete über die Runden.

Das bestärkt mich mal wieder in der Haltung als Fernseh-Abstinenzler, die ewigen GEZ Briefe zu ignorieren – auch wenn man mir, der weder Radio noch Fernsehgerät betreibt, nun mit “neuartigen Empfangsgeräten” beikommen will. Nein, ich will nicht Mitglied in Eurem Club werden.

Ski-View

Wenn ich das sehe, bekomme ich Phantom-Schmerzen an den Stellen, an denen normalerweise die Bretteln festgemacht werden. Und tragischerweise wird es wohl diesen Winter kaum Gelegenheiten geben, sich den Berg runterstürzen.

Zumindest virtuellen Ersatz gibt es daher bei Obertauern Ski-View.

OK, Winter. Du hast gewonnen.

Flachland. Not.

Heute haben sie Schluss gemacht. Den Hahn haben sie mir zugedreht. Der Ofen ist aus. Aus die Maus.

“Sie surfen jetzt mit einer reduzierten Geschwindigkeit, da die Volumengrenze Ihres Tarifs erreicht ist. Weitere Infos unter 2828. Ihre Telekom”

Anruf bei 2828: Was, liebe Telekom, können wir denn da tun? Bei mir tröpfeln die Bits und Bytes so langsam durch die Leitung, dass ich zugucken kann.

“Ja, lieber Kunde, Sie haben ja schon XXXXL, ansonsten würde ich Ihnen einen noch längeren, tolleren, schöneren Vertrag verkaufen”, so der nette Herr.

Ach? Ich hab schon flat überallhin, und dennoch werde ich ausgebremst? Ist flat denn nun flat oder ist flat eigentlich ziemlich steinig? Ich würde auch zahlen, dass es flacher wird?

“Nee, ist nicht, wir haben dir schon alles geboten was wir haben. Nicht mal für Geld gibt es mehr von deiner lieben Telekom”

Schweigen.

“Aber eine DE-Mail könnte ich dir schon noch verkaufen. Willste? Ist viel toller als der ePost Dreck.”

Nein, bleib mit fort mit dem Quatsch. Ich brauche Bandbreite, und zwar jetzt. Ich muss arbeiten und gigantomanische PPTs mit tausenden Bildern durch die Gegend jagen. Ihr seid mir dabei keine Hilfe.

20 Jahre WWW

Im Handelsblatt wird ein Geburtstag begangen:

Es waren 165 Wörter, die die Welt veränderten: Am Samstag vor 20 Jahren schaltete der britische Physiker Tim Berners-Lee am Europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf die erste Webseite der Welt frei.

Meine erste Reaktion: ERST 20 Jahre ist das her? Gefühlt sehen wir die Welt doch schon seit Ewigkeiten durch den Browser.

Auf der ersten Webseite der Welt erschienen 25 Worte unterstrichen und in blauer Farbe. Diese Begriffe waren mit weiteren Seiten im damals noch winzigen WWW verlinkt. Hyperlinks, die beim Anklicken zu verknüpften Dokumenten führten, waren auch die große Innovation, die Berners-Lee mit seinem Entwurf eines “World Wide Web” vorgelegt hatte.

Kurze Recherche im archive.org, dem Gedächtnis der digitalen Welt:

Ergebnis: Wir haben erst seit 1996 mitgespielt. Mit einer bunten, grausam gestalten, Lotus Notes + Domino Add On Website. Die Errungenschaft eines ungemein fortschrittlichen “Gästebuchs” ist heute noch zu bewundern:

Meine Güte, wie hat sich die digitale Welt verändert in der kurzen Zeit. Nicht auszudenken, was im gleichen Zeitraum in der Zukunft noch auf uns zukommen wird.

Das Böse, immer und überall

“When someone is mugged, harassed, kidnapped or raped on a sidewalk, we don’t call it ‘sidewalk crime’ and call for new laws to regulate sidewalks. It is crime, and those who commit crimes are subject to the full force of the law.”

Neil Schwartzman über “Cyber” Crimes und warum wir aufhören müssen, sie so zu nennen.

(Schamlos abgeschrieben beim Herrn Klein, weils einfach gut ist – und weil ich ständig in Diskussionen über das “böse Internet” die Analogien zum “echte Leben” bemühe)

iCat

Mobiler Designer-Katzenpopowärmer.

Memoirs of a 16-years-old

Gordon Pinsent reads his favourite quotes from Justin Bieber’s memoirs – a 16-year-old boy without any history, but with a remarkable haircut, which currently influences the discussion about haircuts with my oldest son every day ;-)

Overnight Express

Scheint mir eine optimale Verbindung zu sein. Günstig. Und mit Übernachtungsmöglichkeitnotwendigkeit. Hoffe, die Bahnhofsmission hat ein Bett frei.

(Sind übrigens ca. 40 km, die beide Ortschaften trennen)

Beware of cats, Hansi!

Unser neuer Freund schaut jetzt täglich vorbei. Hoffe, er ist schneller als die vierbeinigen Jäger, die unweit hinter der Katzenklappe lauern.

Schon wieder Weihnachten

Grausame Ankündigung im Baumarkt um die Ecke.

Mobile Workforce

Location: RE38018

Was die in Schweden können, machen wir halt selber mit dem mobilen WLAN Hotspot.

Mein Riechsalz!

Im Bus! Hierzulande selbst in der Bahn undenkbar. Man hört von irgendwelchen WLAN Experimenten der Deutschen Bahn auf weit entlegenen Streckenabschnitten. Auch fahren auf denjenigen Strecken, die vermutlich regelmäßig von Bahn-Managern oder von bahnnahen Politikern frequentiert werden, ICEs mit Steckdosen am Platz.

Auf meiner Rennstrecke von Berlin nach Hannover gibt es weder in der ersten noch in der zweiten Klasse Steckdosen am Platz – ausgenommen an den wenigen Tischen, um die regelmäßig gekämpft wird. Von WLAN will ich mal ganz schweigen, davon träumen wahrscheinlich noch Generationen nach mir.

Schöne neue Welt. Nur nicht hier.

Und es war nicht der Marder…

Schlechter WLAN-Empfang bei Fritz!Box 7270

…denn es war die Jugend, die den WLAN Empfang in diesem Hause stört.

Wenn die Lichter ausgehen

Mittsommernacht Ahrenshoop

Eher beiläufig auf Umwegen erfuhren wir am vorletzten Abend vom traurigen Ereignis. Im Elisabeth von Eicken gehen die Lichter aus. Spontaner Anruf in Ahrenshoop: Am letzten Abend wäre für uns noch ein Tisch frei. Frau Bäuml kocht zum letzten Mal. Die Gedanken fliegen in die Vergangenheit rund um diesen Ort.

Es gab keinen Aufenthalt auf dem Darss ohne Besuch im schönsten Restaurant weit und breit. Die Barenbrocks haben dieses Kleinod an dem Ort ins Leben gerufen, zu dem es uns immer schon gezogen hat. Das Ambiente wunderbar, die Küche erstklassig. Dort haben wir mit Herrn Henzlers gelernt, wie der Darss schmeckt. Dort hörten wir zum ersten Mal mit Lutz Gerlach gehört, wie der Darss klingt. Dort haben wir mit der lieben Eva Spagna und E la luna Sylvester gefeiert.

Und dann war da noch das vergangene Jahr mitten im Juni. Das Haus hat unsere Freunde und unsere Familien beherbergt. Frau Bäumel hat uns bekocht. Wir haben am Strand gefeiert und im Haus getanzt. Ein unvergesslicher Tag.

Die Lichter gehen nicht wirklich aus. Das Seezeichen übernimmt. Die Mannschaft aber geht von Bord. So bleibt wohl nur eine weiterhin wunderbare Hülle. Wir aber hoffen, dass Frau Bäumel auf der Halbinsel bleibt. Sonst bleibt kulinarisch nur noch das wunderbare Schimmel´s in Wustrow. Und das wäre verdammt schade.

Am Ende des Tages sind wir leider nicht gefahren. Zu spät wäre es geworden. Kein Quartier war zu bekommen. Der Abschiedsgruss ist daher heute digital – mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen.

Grautöne und bunte Vögel

Auch ich neige dazu, zu schnell die Stereotypen in meinem Kopf zu bemühen. Zu schnell packt man einen Menschen in eine Schublade, insbesondere wenn der Andere für Ärger sorgt und die Grenze zu meinem Vorgarten überschreitet. Man kramt in seiner Lebenserfahrung, man vergleicht intuitiv die gespeicherten Bildern von Personen, gleicht die Verhaltensweisen ab, und zack – hat man ein schlüssiges Feindbild.

Nicht selten finden sich dann Gleichgesinnte, die ebenso die Erfahrung mit diesem Menschen machen mussten und die damit die Wirkung noch verstärken. Insbesondere durch die Verbreitung im Netz.

Einer dieser Menschen stand heute vor der Tür. Und er entsprach nicht im geringsten meinen Erwartungen. Alles, was ich vorher von ihm wußte und was er mir bis dahin zuteil hatte werden lassen, passte überhaupt nicht zu dem Menschen, der vor mir saß und mir seine Lebensgeschichte erzählte. Ich hatte ihn offenbar an empfindlicher Stelle getroffen, und nun stand er mir gegenüber und bedankte sich bei mir. Für den Spiegel, der ihm vorgehalten wurde. Für den Anstoss zur Änderung. Kein Versuch, sein Verhalten zu rechtfertigen. Sondern die Bitte, ihn auch mit anderen Augen zu betrachten.

Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß. Dazwischen liegen jede Menge Grautöne. Und darüber fliegen die bunten Vögel. Die Erkenntnis ist nicht neu. Aber sie traf mich heute mal wieder sehr direkt.

A tribute to Berlin

Little Big Berlin from pilpop on Vimeo.

Für Edgar

Keine Hilfe für Pakistan!

Die Atombombe, natürlich. Wer sich die Atombombe leisten kann, dem muss nicht geholfen werden, der kann sich selbst helfen. Und überhaupt, die Taliban. Da triffts ja wenigstens ein paar Richtige unter den zwanzig Millionen Opfern. Und der Rest duldet sie ja schließlich die Taliban, Sympathisanten sind das. Wer weiß, wohin das Spendengeld dann sickert! Sowas kann man guten Gewissens nicht unterstützen.

Doch, das kann und soll man unterstützen.

Hier kann man spenden.