Archive for the 'Kluges Leben' Category

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Murmelbau

1000 Höhenmeter überwunden. 1000 Liter Wasser geschwitzt. Im Murmelbau auf der Kemptner Hütte untergekommen. Am Abend einen Ofenschlüpfer gegessen.

Auf einem langen Weg

Ein kleines Fest am Meer

Vor einigen Jahren sind wir gemeinsam losgelaufen. Es war ein langer Weg in einem schweren Lebensabschnitt. Seitdem sind wir viele Wege gemeinsam gegangen.

Vor kurzem nun sind wir am Weststrand entlanggelaufen, einem unserer Sehnsuchtsorte. Dort haben wir beschlossen, auch in Zukunft die Wege gemeinsam weiter zu gehen.

Um das Ereignis zu begehen, brechen wir heute auf: Auf Hannibals Spuren über die Alpen. Die Rucksäcke sind gepackt, der Zug bringt uns heute nach Oberstorf. Ab dann liegen nur noch wenige Schritte zwischen uns und Italien.

Katzencontent

Lotte

Lotte kommt schon auf den Baum rauf. Runter geht noch nicht.



Ruhe

Nakenstorf

Schon im letzten Jahr haben wir am Neuklostersee eine Pause auf unserer Radtour zur Ostsee eingelegt. Diesmal wollten die Kinder wieder hin. Allerdings ohne Rad. Und am liebsten nicht mehr weg.

Wer einen Ort zum Ausspannen sucht: Im Seehotel am Neuklostersee kann man dem Alltag entfliehen – und mit einem Asterix-Heft einfach mal abhängen.



Theaterleiden

Wie oft habe ich mich genau darüber aufgeregt? Zu oft. Jens Jessen in der Zeit:

(…) Das ist das Problem des modernen Regietheaters. Irgendwann ist alles auf dem Sperrmüll gelandet, und vom Ausmisten bleibt nur eine leere Geste. Dann bleibt nur Wüten, Brüllen, Schreien; unter anderem darüber, dass man nichts mehr zu tun hat. Alle Traditionen wurden in den letzten Jahrzehnten schon mit kalkulierten Tabubrüchen, mit Blut, Urin und Sperma, weggeätzt; inzwischen sind es jene Putzmittel, die auf der Bühne verstauben. Die größere Provokation besteht heute womöglich darin, wieder still und andächtig den Vorgaben der Theaterautoren zu folgen (…)

Schreien, Brüllen, Exkremente. Hatten wir alles schon mal. War damals sicher wichtig zur Entrümpelung. Heute ist es unerträglich. Und leider der Grund, warum ich einige Bühnen trotz meiner großen Liebe zum Theater mittlerweile meide.


Mehr Meer

SV Florette

Eine Woche waren wir auf See mit der SV Florette, einer der letzten originalen toskanischen Brigantinen. Seit Jahren transportiert sie nicht mehr Carrara-Marmor nach Sizilien sondern Touristen zu den Aeolischen Inseln.

Das Schiff ist in wunderbarem Zustand. Wenn Wind weht – und leider geht im Sommer Aeolus sehr sparsam damit um – packen alle an, setzen Segel und es kommt echtes Windjammer-Feeling auf. Nebenwirkung für die nicht ganz so seefesten Mitreisenden inklusive.

Kapitän Haynes hat das Boot fest im Griff, mittlerweile in der zweiten Generation. Mama Haynes versorgt einen Säugling und ein Töchterchen, das gerade einmal laufen kann auf dem wackeligen Boden und sorgt dennoch jeden Tag für phantastisches Essen.

Der Trip hat uns und den Kindern unglaublich gut gefallen. Und ganz nebenbei haben wir viel über Vulkane gelernt. Niemals werden die Kinder den Moment vergessen, als der Stromboli hoch über unseren Köpfen seine Lavafontäne ausspuckte. Und wir werden nie vergessen, wie uns der wahnsinnige Taxi-Fahrer mit seinem Ape nachts lachend den Stromboli heruntergefahren hat.



Wir sind dann mal weg

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Morgen gehts an Bord. Mast und Schotbruch!

How to be happy in business

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Graphik aufgegabelt bei Cem Basman. Und festgestellt, dass es noch viel zu wenig Raum für Hooray! in meinem Leben gibt. Aber ich arbeite daran.



Werbepause für Odysseus

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Papa, machst Du mal Werbung für unsere Aufführung, fragt mich Odysseus. Klar sag ich, aber die Vorstellungen sind doch alle komplett ausverkauft. Nein, sagt Odysseus, wir machen noch drei zusätzliche Aufführungen. Klar sag ich, dann mach ich Werbung.

Also Werbeunterbrechung für meinen großen Odysseus, der als einziger den Bogen spannen kann, den Pfeil durch die Äxte schießen und die fiesen Freier in der letzten Szene verjagen wird.

Karten gibts -> hier


Unternehmer

Die längste Zeit meines beruflichen Lebens war ich Unternehmer. Mitten in “Der Krise” bin ich nun seit mehreren Monaten wieder Unternehmer. Fange wieder klein an, schreibe meine Rechnungen, sortiere meine Belege und buche meine Reisen selber. Jeden Tag lerne ich neue Dinge, stehe vor Herausforderungen, die ich vorher nicht kannte. Schaue mit Neugier auf die Probleme und bin begeistert, wenn die Lösungen passen. Und schaffe mir den Freiraum, die wenige Zeit mit meinen Kindern unbeschwert zu genießen. Kein Unternehmens-Wachstum um jeden Preis. Sondern ein vernünftiges Verhältnis zwischen beruflicher Existenz und privatem Freiraum.

Es funktioniert. Und es funktioniert nur als Unternehmer.

(danke, Marco)


Eingemauert

Ich habe heute erst die Zeit gefunden, dieses Video anzuschauen. Die Zeit mit der Mauer ist bei mir fast verblasst, obwohl sie in meinem Leben als West-Berliner ein fester Bestandteil war. Ein paar Jahre meiner Kindheit habe ich sogar mit Blick auf dieses Bauwerk gelebt. Als die DDR sich entschloß, den Drahtzaun, der den Todesstreifen nach Westen an der Grenze zu Kleinmachnow hin absicherte, durch eine 3 Meter hohe, strahlend weiß gestrichene Mauer zu ersetzen, zogen wir weg. Das Knattern der Grenzer-Trabis, die Wachtürme und Scheinwerfer sind durch diesen Film wieder in meine Erinnerung gekommen. Die entwürdigenden Grenzkontrollen, die ermüdenden Fahrten auf der Transitstrecke, der Gestank in den Klamotten nach Reinigungsmittel und Braunkohle-Heizung nach der Rückkehr aus Ost-Berlin.

Oft, gefühlt sogar immer öfter, höre ich, wie gut doch vieles war im Osten vor der Wende. Werde in Zukunft sicher auf diesen Film verweisen, damit diejenigen, die die Vergangenheit verklären, erkennen, welchen Preis sie eigentlich für die angebliche Brüderlichkeit und Solidarität in der sogenannten sozialistischen Gesellschaft zahlen mußten.



Das Ende einer langen Freundschaft

Thomas Knüwer im Handelsblatt Blog über die Dinge, die Teheran, die SPD und Ursula von der Leyen gemeinsam haben:

… Menschen weltweit richten selbst Proxy-Server ein und reichen deren Adressen weiter. Sie ermöglichen es, die iranische Internet-Zensur zu umgehen. Kein anderer Dienst wäre in der Lage, dies so schnell und effizient zu organisieren. Die Welt protestiert nicht nur mit – sie wird Teil des Widerstands.

Dies mögen sich all jene anschauen, die derzeit Glauben machen wollen, das Internet bestünde aus Kinderschändern, Killerspiel-Süchtigen und Betrügern. Es mögen jene hinschauen, die vor allem das Ziel haben, die Kommunikationsfreiheit zu beschneiden.

Und während die Welt auf das Netz schaut, “Iranelection” das meistverwendete Stichwort ist, beschließt die SPD Fraktion, das schlimme Spiel mitzumachen und läßt sich damit wie ein Tanzbär vorführen. Die Stimmen der wenigen Aufrechten in der guten alten SPD wie die von Bjoern Boehning verhallen in den nichtdigitalen internetfreien Gängen des Bundestags.

Das Internet ist so gut oder so böse wie die Menschen, die es benutzen. Wer das Internet über das normalgesetzliche Maß hinaus – es ist kein rechtsfreier Raum, war es nie und wird es nie sein – beschneiden will, der behindert Meinungsfreiheit, Nachrichtenfluss, Demokratie. Er will das Bösen bekämpfen und trifft allein das Gute.

Liebe SPD, Euch werde ich wohl keinen Liebesdienst mehr erweisen können.

Update und absolut lesenswerte Ergänzung vom 17.6.2009: Anke Gröner zu den heute beschlossenen Zensurmaßnahmen der auch von mir mitgewählten Bundesregierung: Der letzte Tag.



Bin ich naiv?

Bin ich zu einfach gestrickt, wenn ich meine…

  • … dass es auch eine Welt ohne Schaeffler geben kann, in der nach wie vor Kugellager in Deutschland produziert und gekauft werden?
  • … dass Opel schon lange den Anschluß verpaßt hatte und es genügend andere Marken gibt, die auch langfristig Chancen haben?
  • … dass Porsche jetzt mal schön die Suppe alleine auslöffeln soll?
  • … dass Karstadt und Hertie-Warenhäuser schon lange menschenleere, fensterlose Betonhülsen zur Aufbewahrung von Waren sind, die an diesem Ort keiner mehr kaufen will?
  • Ja, ich verstehe die soziale und ordnungspolitische Dimension. Ich verstehe auch, dass Wahlkampf ist. Aber was hilft es, Opel am Leben zu halten, wenn keiner mehr einen Opel kaufen will? Was hilft eine Rettungsaktion für das in die Jahre gekommene Modell “Kaufhaus”, wenn keiner hingeht?

    Wäre es nicht sinnvoller, den Markt zu bereinigen und und die vielen Milliarden in zukunftsträchtigere Branchen und Unternehmen zu stecken? Bin ich naiv? Vermutlich ja.



    Denn Du bist Terrorist

    Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.

    (via vowe)

    Ich habe an verschiedenen Stellen geäußert, eigentlich kein Verschwörungstheoretiker zu sein – und hingenommen, dass viele Gesetze und Regelungen, die in den letzten Jahren auf den Weg gebracht wurden, grundsätzlich gute Absichten verfolgen. Ich habe mich eher leise gegen Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchung geäußert.

    Dann habe ich die Petition irgendwo unter den ersten 10.000 unterschrieben. Ich habe die Erklärung von Eltern aus IT Berufen unterzeichnet.

    Ich sehe mit großer Freude, dass sich die “digital natives” immer mehr Gehör verschaffen. Die Petition gegen Internetsperren zeigt dies zum ersten Mal auch über die Grenzen der Web-Einwohner hinaus – auch wenn es immer wieder schwer fällt, Außenstehenden, also den nicht-digitalen Eingeborenen, dieses Thema zu erklären.

    Damit verbinde ich auch die Hoffnung, dass die angeblich so unpolitische Jugend gar nicht so unpolitisch ist wie sie oftmals scheint. Dass sie kritisch hinterfragt, was man ihnen vorkaut. Dass sie den “meinungsBILDenden” Verlagen nicht mehr blind folgt.

    Und dass sie mit Kreativität gegen den Stumpfsinn ankämpft.

    Eine schöne Entwicklung. Punkt.



    Katzencontent reloaded

    Schwarzlein

    14 Tage sind sie alt. Mutter Lucy hat die kleinen von 100 Gramm auf 360 Gramm hochgepäppelt. Linus und Luischen haben einen Namen, Schwarzlein und Weißstrumpf nicht. Wir sind für jeden Hinweis zur Lösung dieses Problems dankbar.


    Ich bin erreichbar, also bin ich

    Norbert Bolz über die Vernetzung der Gesellschaft und Ernst Jüngers Vision aus dem Jahr 1949:

    Der Phonophor ist ein Allsprecher, der jeden mit jedem verbindet und damit das alte Ideal des pausenlosen Forums, der permanenten Tagung technisch implementiert. Er ermöglicht die planetarische Volksversammlung genauso wie die spontane Volksbefragung. Der Phonophor ersetzt den Personalausweis, Uhr und Kompass, er vermittelt die Programme aller Sender und Nachrichtenagenturen und gibt über ein Zentralarchiv Einblick in alle elektromagnetisch gespeicherten Texte. So dient er als Zeitung, Bibliothek und Lexikon.

    Sehr lesenswerter Artikel auf Spiegel Online.


    Tricksen, Täuschen – und dann schlecht verlieren

    Das Thema Pro Reli / Pro Ethik ist seit letzten Sonntag für mich abgehakt. Ich hatte eine ambivalente Haltung, habe mich aber nicht zuletzt wegen der schon fast an Demagogie grenzenden Argumentation der Pro Reli Fraktion (“Wer nicht für uns ist, ist gegen die Freiheit”) für das bestehende Modell und damit für einen weiterhin verpflichtenden gemeinsamen Ethik-Unterricht entschieden.

    Diese Entscheidung führte dann im Klugen Haushalt zu einem wilden Zerwürfnis mit meinem 11 Jahre alten Sohn, der wegen meiner Entscheidung nie wieder ein Wort mit mir reden wollte. Meine kurze Bemerkung dazu auf Twitter in der letzten Woche hat heute die Pro Reli Initiative, die bezeichnenderweise auch auf Twitter unter dem irreführenden Namen FreieWahl vertreten ist, aufgegriffen und verlinkt dabei auf meinen Tweet:

    Stadt gespalten, Familien zerstritten – der tiefrote Senat sollte sich was schämen! http://tinyurl.com/df83wg #proreli #berlin #schweigen

    Warum der tiefrote Senat sich was schämen sollte, ist mir unklar. Schließlich hat die Initiative etwas verändern wollen, nicht der Senat. Vorher herrschte Frieden bei uns, nun gab es einen kleinen Zoff, und die Wogen sind schon längst geglättet. Wenn man in bester Bild-Manier solche Zitate verwendet, diese lauthals (und nicht #schweigend) in die Welt posaunt, dann zeigt das nur, welch schlechter Verlierer man ist.

    Ich bin im übrigen der Meinung, dass Pro Reli ein deutlich besseres Ergebnis erzielt hätte, wäre man mit dem Thema in dezenter Weise und nicht in Revolverblatt-Manier umgegangen, hätte nicht dieses Thema als Kampffeld gegen den in der Pro Reli Welt verhaßten rot-roten Senat genutzt, sondern hätte sich schlicht auf den Diskurs rund um das eigentliche Thema konzentriert – ohne irreführendes Freiheits-Gedusel. Die gleichgeschaltete Springer-Presse war hier vermutlich eher kontraproduktiv.

    Um nochmal kurz auf den Disput im Klugen Hause zurückzukommen. Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. Nicht miteinander reden, nur weil man anderer Meinung ist, geht gar nicht. Und siehe da: Nach kurzer Diskussion waren die zentralen Argumente meines Sohns herausgearbeitet:

  • Ich mach doch nicht Religion freiweillig in der 7. und 8. Stunde!
  • Jetzt muß ich extra zum Konfirmandenunterricht gehen, wenn ich konfirmiert werden will!
  • Ich bin für die Freiheit. Und ich will auch Deutsch abwählen und lieber Mathe machen.
  • So sieht das also aus.


    Hausmitteilung

    Lucy

    Frau Lucy hat vier gesunde Kätzchen zur Welt gebracht. Einer davon eindeutig ein werdender Kater, der von Arthur gleich “Linus” getauft wurde.

    Nicht ein einziges Tier sieht dem Vater ähnlich, was der glücklichen Mutter allerdings herzlich egal ist.



    Sag, wie hälst Du´s mit der Religion

    In Berlin geht es mal wieder um die Freiheit. Das Volk darf abstimmen, das plebiszitäre Element soll wieder ordentlich gestärkt werden. Aber egal, ob Flughafen Tempelhof oder das Thema Ethik und/oder Religion als Unterrichtsfach – in Berlin geht es immer um die Freiheit.

    Die konservative Seite, die auch die Schließung von Tempelhof als Angriff auf die Freiheit geißelte, vertritt nun auch die Meinung, dass Ethik als Pflichtfach und Religion als Wahlfach den Berliner Schülern die Freiheit nimmt – obwohl genau genommen die Freiheit, am Religionsunterricht in den Klassen 7 bis 10 teilzunehmen, heute genau so gelten soll wie bisher. Insofern ist das ganze werbewirksame Gerede über die Freiheit volksverdummend.

    Meine erste Reaktion dann auch: So ein quatsch. Meine Kinder wurden schon von der ersten Klasse an in drei Gruppen geteilt. Gruppe 1 marschiert im Gänsemarsch zum katholischen Religionsunterricht, Gruppe 2 bleibt in der Klasse und genießt den evangelischen Katecheten – und Gruppe 3 erhält Ethik-Einweisung. Spätestens dann, wenn klar wird, dass Gruppe 3 – wie sagen wir es korrekt – fast ausschließlich aus Kindern mit Migrationshintergrund besteht, neigen auch praktizierende Atheisten und Agnostiker dazu, ihre Kinder schnell in eine der konfessionell gebundenen Gruppen zu stecken. So viel zur gemeinsamen Wertevermittlung, auch zwischen den Konfessionen.

    Wie diese Entwicklung und nun die Initiative Pro Reli das Zusammenleben in unserer multikulturellen Gesellschaft durch Förderung gemeinsamer Werte erleichtern soll, ist fraglich. Pro Reli argumentiert, dass sich Gruppe 1 bis 3 dann ja wieder auf dem Schulhof trifft und über gemeinsame Werte diskutieren kann – naiv, wenn man sich erinnert, was man selbst so auf dem Schulhof getrieben hat.

    Nun soll am Sonntag entschieden werden, ob das Unterrichtsfach Ethik verbindlich für alle Schüler diese gemeinsame Wertegrundlage schaffen soll – die Teilnahme am Religionsunterricht bleibt wie gehabt freiwillig.

    Die Kirchen fürchten nun zu recht, dass die freiwillige Teilnahme am Religionsunterricht zu weiterhin stark schwindenden Schülerinteresse führen wird. Die Gruppe der nicht praktizierenden Christen wird umso eher die Kinder abmelden. Und viele andere Eltern werden ebenso handeln vor dem Hintergrund des Drucks, der heute schon in Grundschulen auf den Schülern lastet durch PISA und der um ein Jahr verkürzten Schulzeit zum Abitur. Dass es dabei um die Freiheit geht, kann ich aber nicht erkennen. Es geht um den schwindenden Einfluß der Kirche in unserer säkularen Gesellschaft.

    Soweit konnte ich mich dann auch nicht mit Günther Jauch, Tita von Hardenberg und anderen Promis, die momentan in Berlin auf hunderten Plakaten für die vermeintliche Freiheit kämpfen, identifizieren.

    Seit ZensUrsula von der Leyens Plan, dem populistischen Drängen nach Sperrung von Kinderporno-Sites auf Basis der völlig falschen Annahme eines angeblichen Millionengeschäfts im Netz nachzugeben und damit zur klammheimlichen Freude von BKA und Co. ein Infrastruktur zur weiteren Kontrolle des Bürgers im Netz aufzubauen, hat sich für mich allerdings auch eine neue Sichtweise auf das Problem ergeben:

    Der gemeinsame Ethikunterricht soll gemeinsame Werte für alle Schüler vermitteln. Aber wer bestimmt, was ethisches Handeln ist? Wer schreibt dies in Unterrichtsinhalten fest? Per Definition wird dies wohl Vater Staat sein. Einen ideologischen Fixpunkt wie im christlichen Glauben wird es dann nicht geben. Wer an der Macht ist, bestimmt, was als ethisches Handeln unseren Kindern nahegebracht wird.

    Jetzt werde ich nicht ernsthaft behaupten, dass auch unter dem Deckmantel der christlichen Botschaft von der Kirche Ideologien verbreitet wurden und werden. Aber es gibt doch immer wieder einen Fixpunkt, auf die ein Christ letztendlich zurückkommt, eine Basis einer mehr als 2000 Jahre alten Heilslehre, auf der unsere europäischen Moralvorstellungen beruhen.

    Was macht mich nun nachdenklich? Es ist die Möglichkeit, dass staatliche Institutionen den Einfluß auf ein Unterrichtsfach Ethik auch missbrauchen könnten. Ist die Plattform erst einmal geschaffen, kann sie für gute und für weniger gute Zwecke genutzt werden. Das gilt hier ebenso wie für die Zensur-Pläne der Bundesregierung, die erstmal mit einer guten Absicht daherkommen – und später durch beliebig erweiterte Sperrlisten und Auswertungen zur Freude des BKA eine neue Grundlage für staatliche Informationskontrolle liefern.

    Und es ist nicht einmal abwegig, auch einen Vergleich wie das LKW-Maut-System zu ziehen, bei dem alle Beteiligten immer wieder beteuern: „Niemand hat die Absicht eine PKW Maut einzuführen.“ Die Zeiten werden sich aber ändern. Und dann steht die Plattform auch für diesen Zweck bereit. Derartige Beispiele lassen sich sicher noch viele finden.

    Insofern schwindet meine Abneigung gegen Pro Reli ein wenig. Vielleicht würde ich mir wünschen, dass der Lehrplans eines Ethik-Pflichtfach von vielen Interessengruppen mitgetragen und gestaltet werden kann – ganz besonders von den christlichen Kirchen. Ich vertraue an dieser Stelle mehr der christlichen Lehre als dem Staat als Vermittler der Werte unseres Zusammenlebens.

    Für morgen werde ich meine vorgefasste Meinung wohl nochmal überdenken.

    T-Mobile Tarife – 2. Generation

    Gerade Telekommunikationsanbieter haben die Eigenschaft, die Stammkundschaft wie den letzten Dreck zu behandeln. Man hat sie mit einem 24 Monats Vertrag geködert – und nun sollen sie mal schön zahlen.

    Die wenigsten Anbieter informieren über Tarifneuerungen, die eventuell günstigeres Telefonieren im eigenen Netz erlauben würden. Eine “Tarifautomatik” kenne ich eigentlich nur von eplus – ob es die noch gibt, weiß ich gar nicht mehr. Früher wurde man jedenfalls dann immer in den dem eigenen Telefonverhalten entsprechenden günstigsten Tarif gebucht.

    Aber ich bin ja nunmal bei T-Mobile. Wegen legalem iPhone halt so. Nun saß mir vor einiger Zeit ein Freund gegenüber, stolzer iPhone-Besitzer, und sagt: Isch habe Flatrate. Ich sach: Ach nee, gibts das jetzt? Klar, sagt der.

    Ich leg also los mit der T-Mobile Firmenkundenbetreuung:

    2. April 2009, Mail an T-Mobile Kundenbetreuung: Ich habe Complete XL, habe ich jetzt auch Flatrate?
    9. April 2009, Antwort von T-Mobile: Nein, haben Sie nicht. Können wir sonst noch was für Sie tun?
    9. April 2009, meine Antwort: Klar können Sie was für mich tun. Ich will in die 2. Generation.
    17. April 2009, faszinierend schnelle Antwort von T-Mobile: Wenn Sie in die 2. Generation wollen, sagen Sie uns einfach bescheid. Können wir sonst noch etwas für Sie tun?

    Auf meine dann schon etwas unflätige Antwort, dass ich ja nun deutlich genug kundgetan habe, dass ich endlich einen günstigeren Tarif will, gab es bis heute keine Antwort.

    Irgendwie zwingt einen der Magenta-Laden förmlich dazu, sich beim nächsten Italien-Urlaub ein entsperrtes iPhone zu holen und ins BASE-Netz zu hängen.

    Original und Fälschung

    Legoland

    Nyhaven

    Letztes Jahr waren wir mit dem Rad auf dem Weg nach Dänemark. Dieses Jahr haben wir Kopenhagen in klein besucht, im Legoland. Bin also Lego-Fan schwer beeindruckt gewesen, und die Kinder haben beschlossen, ca. 200 Kilo Legosteine zu beschaffen. Wir bauen das jetzt alles nach.


    Qual der Wahl

    Eine neue Kamera soll her. Die Entscheidung fällt schwer. Also fragen wir mal das Internet.

    Seit Jahren bin ich äußerst glücklicher Nikon D70 Nutzer. Überhaupt bin ich alter Nikon Fan, daher auch meine Nikon Präferenz bei der anstehenden Beschaffungsentscheidung. Zur Wahl stehen:

  • Nikon D90: Ursprünglich bin ich angetreten, einfach eine D90 zu kaufen. Die D90 schien mir bisher in der 1000 Euro Klasse die beste Wahl zu sein. Der Umstieg von der D70 dürfte denkbar einfach sein, die Menuführung ist vertraut, und viele Testresultate sprechen für die D90.
  • Fuji S5 Pro: Als ich die Kaufentscheidung zur D90 mit einem Profi besprach, empfahl er sofort und ohne Umschweife die Fuji S5 Pro. Von der Kamera hatte ich nie gehört, aber sie scheint wohl ein echter Geheimtip zu sein. Die Fuji hat den Body der Nikon D200, es passen die Nikon Objektive und sie liegt damit auch gut in der Hand. Im Vergleich zur relativ leichten und kleinen D90 macht sie einen solideren Eindruck. Die Bildqualität soll herausragend sein in dieser Preisklasse, insbesondere Porträt-Fotografen lieben wohl das Gerät. Weiterer Vorteil: Sehr preiswerter Body um die 649 Euro.
  • Nikon D300: Wenn man dann den Body der D200 mehr schätzt als den der D90, kommt man schnell auch dazu, doch eine D300 in Erwägung zu ziehen. Ja, ist eine andere Kampfklasse sowohl preislich als auch technisch. Aber sie fühlt sich sehr gut an. Video brauch ich nicht, Schnelligkeit zählt bei mir auch nicht, aber die Möglichkeiten, den ISO Wert in ungeahnte Höhen anzuheben, wenn man es braucht, ist schon sehr nett.
  • Nun kommen wir zum zweiten Teil der Übung. Von Nikon gibt es eine Reihe von Bundles für die D90 und die D300 mit Objektiv, bei der Fuji kauft man das Objektiv extra. Schaut man sich nun das ursprünglich von mir geplante D90 Bundle mit dem AF-S DX 18-105 mm Objektiv an, dann kommt einem bei nährer Betrachtung das Grausen: Plastik-Bajonett, kaum noch Metall oder Glas. Schön leicht, wirkt aber eher billig und ich habe wenig Vertrauen in Kunststoff an dieser Stelle. Als ich mir gestern im Laden den Bajonett-Verschluss ansah einer Kamera, bei der immer mal wieder das Objektiv gewechselt wird, fand ich meine Befürchtung bestätigt, dass ein Wechsel des Objektivs schnell sichtbare Spuren am Bajonett hinterläßt.

    Mein altes AF-S 18-70mm hat leider den Geist aufgegeben, aber eine derartige Qualität hätte ich schon gerne wieder, vielleicht mit etwas mehr Brennweite. Das AF-S VR 16-85 mm ist offenbar noch kein Plastikbomber und kommt mir da entgegen. Gebundelt mit der D90 beträgt der Preisunterschied zur D300 ca. 500 Euro. Die Frage ist: Soll man die Euro investieren oder nicht? Macht mich die D300 soviel glücklicher, ist sie so viel robuster als die D90 und spüre ich als Hobbyfotograf den Unterschied? Oder aber den Geheimtip Fuji S5 mit einem entsprechend guten Objektiv?

    Fragen über Fragen. Also frag ich das Internet. Bin für jeden Hinweis sehr dankbar.


    Android Isn’t a Phone OS Because in the Future There Will Be No Phones

    There’s no good reason for phones to continue to exist as distinct devices for voice communication. For all intents and purposes, there will be no phones in the future – only portable data devices used for all kinds of communication, voice being an equal partner with the web. (…) Which OS is most likely to integrate voice and other data first? Not the iPhone – but maybe Android. Android on a tablet, Android in your gaming portal, Android in the side of your refrigerator. Why not?

    Posted via web from alecmcint’s posterous

    Ocean Race

    volvooceanrace

    Very very impressive. Volvo Ocean Race TV.

    Rescue SAAB

    rescuesaab

    In case you own an old SAAB like me you might be interested in registering as a SAAB rescuer. Of course they have a Blog, a Twitter account and a Flickr stream.

    Update: Netter Beitrag in der ZEIT.


    Der Boss twittert

    pruesertwitter

    Willkommen in Twitterland, lieber CeBIT Boss. Hoffe wir sehen uns nächste Woche in Hannover.


    A Photographer´s Life

    leibovitz_whitestripes
    Annie Leibovitz. The White Stripes, New York City, 2003.
    Copyright © 2003 by Annie Leibovitz

    Annie Leibovitz ist wohl eine der bekanntesten lebenden Legenden unter den Photographen. Als sie am Freitag in Berlin ihre Ausstellung “Annie Leibovitz . A Photographer’s Life . 1990 – 2005″ bei c/o Berlin eröffnete, war das Gedränge riesig. Einen Blick auf Frau Leibovitz gab es nicht zu erspähen, wenn man so wie ich zu spät kam. Der Blick auf die Bilder war, nachdem sich der Rummel gelegt hatte, umso beeindruckender.

    Es ist eine umfangreiche Schau bekannter Werke sowie vieler unbekannter Familienbilder und privater Photos. Sehr bewegend sind ihre Bilder von Susan Sontag, die sie mit der Kamera bis über den Tod hinaus begleitet hat. Ebenso bewegend auch die Bilder des Krieges aus Sarajevo im Kontrast zu den jedermann bekannten Arbeiten für den “Rolling Stone” oder “Vanity Fair”.

    Ich war sehr beeindruckt. Wer Zeit hatte, sollte sich viel Zeit nehmen – und dort sehen lernen.

    Signs


    schweppes short film festival – signs from mr. cnqt on Vimeo.

    Very good short film. Made me smile.

    41

    stencil 4 numberplate 1

    Sieht so aus, als würde ich die Antwort auf alle Fragen erst nächstes Jahr finden.

    Konfliktvermeidung

    Ich gebe auf. Niemand konnte wirklich Entwarnung an dieser Stelle geben. Gemessen an der Bedeutung des juristischen Problems, das morgen seinen vorerst traurigen Höhepunkt erreichen wird, ist dieser Fall es nicht wert, sich terrorisieren zu lassen – noch dazu von einem Menschen, der mit Pseudonym “killaberlin” sein Unwesen treibt.

    Wer Interesse hat, kann sich ja mal die Argumentation dieses Kerls anschauen:

    Sehr geehrter Herr Kluge,

    hiermit fordere ich letztmalig auf alle Links und Veröffentlichungen aus Google mit dem Inhalt meines Namens „Zangenhunger“ sofort zu entfernen.

    Ich weise Sie daraufhin das Sie gegen diese Gesetze verstoßen haben:
    §186 Üble Nachrede StGB

    „Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

    § 164 Falsche Verdächtigung StGB

    (1) Wer einen anderen bei einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger oder militärischen Vorgesetzten oder öffentlich wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat oder der Verletzung einer Dienstpflicht in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer in gleicher Absicht bei einer der in Absatz 1 bezeichneten Stellen oder öffentlich über einen anderen wider besseres Wissen eine sonstige Behauptung tatsächlicher Art aufstellt, die geeignet ist, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen.

    Grundrecht

    Das Recht auf Informationelle Selbstbestimmung bezeichnet im deutschen Recht das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts um ein Datenschutz-Grundrecht, das im Grundgesetz nicht ausdrücklich erwähnt wird

    Durch Ihre Beiträge bzw. Veröffentlichungen bei Google fühle ich mich denunziert. verletzt und beleidigt und haben mir beruflich sowie privat sehr geschadet und werde es nicht mehr hinnehmen.

    Desweiteren auf zivilrechtlichen Weg auf Schadenersetz und Schmerzensgeld gegen Sie klagen, wenn Sie nicht sofort die Links aus Google entfernen.

    Ebenfalls haben Sie in Ihrem Blog veröffentlicht, das Sie jede Person meine persönlichen Daten auf Anfrage weitergeben werden. Ihre Beiträge habe ich gespeichert.

    Ich setze Ihnen eine letzte Frist bis zum 11. Feb. 2009 die Links mit dem Inhalt meines Namens: „…“ zu entfernen.

    Sollte dies nicht bis zum 11. Feb. 2009 geschehen, werde ich Strafanzeige wegen Üble Nachrede, falscher Verdächtigung und Verstoß gegen das Grundrecht stellen

    Ende aus, keine Lust mehr auf den Kerl.