Archive for the 'Travel' Category

Mein Riechsalz!

Im Bus! Hierzulande selbst in der Bahn undenkbar. Man hört von irgendwelchen WLAN Experimenten der Deutschen Bahn auf weit entlegenen Streckenabschnitten. Auch fahren auf denjenigen Strecken, die vermutlich regelmäßig von Bahn-Managern oder von bahnnahen Politikern frequentiert werden, ICEs mit Steckdosen am Platz.

Auf meiner Rennstrecke von Berlin nach Hannover gibt es weder in der ersten noch in der zweiten Klasse Steckdosen am Platz – ausgenommen an den wenigen Tischen, um die regelmäßig gekämpft wird. Von WLAN will ich mal ganz schweigen, davon träumen wahrscheinlich noch Generationen nach mir.

Schöne neue Welt. Nur nicht hier.

Wenn die Lichter ausgehen

Mittsommernacht Ahrenshoop

Eher beiläufig auf Umwegen erfuhren wir am vorletzten Abend vom traurigen Ereignis. Im Elisabeth von Eicken gehen die Lichter aus. Spontaner Anruf in Ahrenshoop: Am letzten Abend wäre für uns noch ein Tisch frei. Frau Bäumel kocht zum letzten Mal. Die Gedanken fliegen in die Vergangenheit rund um diesen Ort.

Es gab keinen Aufenthalt auf dem Darss ohne Besuch im schönsten Restaurant weit und breit. Die Barenbrocks haben dieses Kleinod an dem Ort ins Leben gerufen, zu dem es uns immer schon gezogen hat. Das Ambiente wunderbar, die Küche erstklassig. Dort haben wir mit Herrn Henzlers gelernt, wie der Darss schmeckt. Dort hörten wir zum ersten Mal mit Lutz Gerlach gehört, wie der Darss klingt. Dort haben wir mit der lieben Eva Spagna und E la luna Sylvester gefeiert.

Und dann war da noch das vergangene Jahr mitten im Juni. Das Haus hat unsere Freunde und unsere Familien beherbergt. Frau Bäumel hat uns bekocht. Wir haben am Strand gefeiert und im Haus getanzt. Ein unvergesslicher Tag.

Die Lichter gehen nicht wirklich aus. Das Seezeichen übernimmt. Die Mannschaft aber geht von Bord. So bleibt wohl nur eine weiterhin wunderbare Hülle. Wir aber hoffen, dass Frau Bäumel auf der Halbinsel bleibt. Sonst bleibt kulinarisch nur noch das wunderbare Schimmel´s in Wustrow. Und das wäre verdammt schade.

Am Ende des Tages sind wir leider nicht gefahren. Zu spät wäre es geworden. Kein Quartier war zu bekommen. Der Abschiedsgruss ist daher heute digital – mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen.

Visualized Foursquare Checkins

Alexander Kluge’s Foursquare by WeePlaces.com.

Back in 2005 I tried to visualize my travel actvities by using Plazes and its IndyJunior maps. Still ask myself when I see new services like Facebook Places: where the hell did Nokia bury Plazes and why.

Winter at the Sea

Ahrenshoop

Kleine Erholungspause vom Reisewahnsinn der letzten Woche.

Angekommen

Wir sind angekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Angekommen an einem traumhaften Ort inmitten der südtiroler Alpenlandschaft auf dem Vigiljoch.

Von Oberstdorf bis Meran haben uns die Füsse getragen, und hier werden wir jetzt die Seele baumeln lassen.

Letzte Etappe

Aufbruch zur letzten Etappe. Nach einem wunderschönen Abend auf der Terrasse des jahrhundertealten Tisenhofs, ein Glas Rotwein vor uns, nette Gesprächspartner neben uns und ein Alpengewitter über uns haben wir selig im Heidi-Zimmer geschlafen. Hier fühlt sich schon alles nach Südtirol an.

Letztes Ziel mit Rucksack: durchs Schnalstal hoch zum Vigiljoch.

Wanderer-Typologien

Eine Woche lang hatten wir nun Gelegenheit, unserer Mitwanderer auf dem Weg über die Alpen zu beobachten. Dabei haben wir einige Typen als idealtypisch kategorisiert:

Der verhinderte Himalaya-Aktivist:
Ihn erkennt man am nagelneuen Kochgeschirr von Globetrotter. Abends, wenn alle Wanderer in der Hütte ihren Schweinsbraten essen, entzündet er draußen fröstelnd seinen Bunsenbrenner und erwärmt eine der mitgeschleppten Konserven. Während drinnen morgens um 6:00 müde Gäste Tee schlürfen, kocht dieser Typ bereits draussen sein Trinkwasser aus dem nahe gelegenen Bach ab.

Der Pilger de Luxe:
Er meint, die DAV Hütten sind Hotels der gehobenen Mittelklasse. Er duscht mindestens 15 Minuten, ignoriert, dass Wasser ein knappes Gut ist und fordert zum Frühstück Frischobst. “Wie? Nicht mal eine Banane oder eine Birne?”

Der Siedler von Catan:
Er erobert sein Nachtlager im Sturm. Überall im Zimmer wird sorgfältig der Inhalt des Rucksacks verteilt. Zwischen den Besitztümern werden dann noch Verbindungen mithilfe von Schuhen und Handtüchern geschaffen. Er benötigt mindestens drei Lagerplätze für sich und belegt zudem das gesamte für acht Personen gedachte Regal.

Das Mufflon:
Er grüßt grundsätzlich nicht. Es ist für ihn eine Selbstverständlichkeit, dass man ihm Platz macht. An steilen Stellen passiert er unschuldige Wanderer, indem er sich am Rucksack des mühsam um Gleichgewicht ringenden Wanderers einfach wortlos festhält und vorbei balanciert. Das Mufflon ist meist deutlich übergewichtig.

Der halbstarke Gipfelstürmer:
Er hat gerade Abitur gemacht und ist aus Lloret de Mar zurückgekehrt, wie stolz Strohhut oder wahlweise T-Shirt verkünden. Meist trifft man ihn cool am Wegesrand mit einer Zigarette im Mundwinkel. Probleme hat er an steilen Wegstrecken, weil seine Hände in den Hosentaschen festgenäht sind.

Schnalstal

Wir haben uns doch von der Similaun-Hütte getrennt – nicht ohne zu beschließen, hierhin zurückzukehren. Dann mit Steigeisen und dem Vorhaben, den Similaun zu besteigen. 3 Stunden später sitzen wir im Tisenhof in Vernagt in Italien, trinken ein Glas Rotwein und können es noch nicht fassen, dass wir die Alpen überschritten haben.

Italien!

11:30 Ankunft auf 3019 Meter Höhe. Grandioser Blick auf Similaun und die Gletscher-Welt. Ötzi hat es 5300 Jahre früher genau hier erwischt, uns erwischt nur die gute Küche, die zum Bleiben einlädt.

Wir freuen uns über den ersten anständigen Espresso seit einer Woche. Was für ein Unterschied zwischen den Alpenvereinshütten nördlich dieser Grenze. Hier kocht man wie in Italien – und das in dieser Höhe. Überlegen, ob wir eine Nacht hier oben bleiben.

Auf dem Weg zu Ötzi

6:00 Wecken. Nacht im Lager war erträglich. Jetzt Aufstieg zur Similaun-Hütte auf den Spuren von Ötzi.

Martin-Busch-Hütte

Wieder 10 Stunden auf den Beinen. Nach dem endlosen Weg endlich in der Einöde angekommen. Freundlicher Empfang, alles viel angenehmer als auf der Braunschweiger Hütte.

Warum sich allerdings der größenwahnsinnige Herrmann Göring hier seinen Berghof hinklotzen wollte, bleibt unklar.

Blick auf den Similaun. Morgen geht’s auf 3000 Meter zum Ötzi.

Schäferstündchen

Endloser Ziehweg zum Martin-Busch-Haus. Karte versprach die Schäferhütte als Stärkung. Die einzigen, die sich hier stärken, sind die Schafe – wenn sie nicht schon als Hüttendeko dienen.

Vent

13:00 Ankunft in Vent, das Dorf der Farblichtbild-Vorträge. Wunderbarer 4 Stunden Weg von der Betonwüste des Tiefenbachferners bis hierher. Jetzt Kasspatzen und dann wieder rauf zur nächsten Hütte. Leichter Anstieg bis zur Martin-Busch-Hütte. Immer schon den Similaun im Blick, der morgen droht.

Die wesentlichen Dinge

Langsam relativieren sich die Dinge. Die lächerlichen Sorgen treten in den Hintergrund. Nun geht es jeden morgen um die wirklich wichtigen Dinge: habe ich ein Bett am nächsten Ort? Wo bekomm ich Trinkwasser her? Halten meine Knochen das noch aus?

Die Gruppe der Mitwanderer ist sichtbar kleiner geworden. In Zams hat so mancher lieber den Zug bestiegen. Man spürt die Anstrengung deutlich.

Jetzt weiter Richtung Rettenbachferner. Ziel heute: Martin-Busch-Hütte.

Kaiserschmarrn mit Gletscherblick

Anschauungsunterricht in Sachen Erderwärmung. Vor über 20 Jahren war ich auf dem Gletscher in grober Missachtung aller Umweltpolitik Sommer-Skifahren.

Heute sehe ich von hier oben auf den Rettenbachferner – und es wäre wohl nur noch Geröll-Skifahren möglich.

Notlager

15:30 Ankunft Braunschweiger Hütte auf 2.759 Meter Höhe. Alle Betten belegt mit Kletterkursen. Nur Notlager verfügbar in der Gaststube. Schlafen nicht vor 22:30, Wecken morgen 4:30. Merkwürdig, wo doch Alpenvereinshüttem eigentlich für durchziehende Wanderer sein sollten.

Jetzt erstmal Kaiserschmarrn und hoffen auf die Warteliste.

Update: Natürlich gab es nachher genügend Lagere und sogar Zimmer. Die Hütte wird offenbar eher geführt wie eine Kneipe, Ziel: Getränkeumsatz steigern. Viele mürrische Stimmen über die Unorganisiertheit.

Die spinnen, die Österreicher

Ein wunderbarer Morgen

Aufbruch zur Braunschweiger Hütte. Nach der angenehmen Nacht in der Lärcher-Alm gehen wir gestärkt los.

Und Wunder oh Wunder: Keine Blasen von der gestrigen (Tor-)Tour, nur ein wenig Muskelkater.

Lärcheralm

Nach 10 Stunden auf den Beinen an der Lärcheralm angekommen. Füsse spüren wir kaum noch. Die Mitwanderer zählen die Blasen.
Der Abstieg von der Seescharte war kein Kinderspiel quer durch das urtümliche Lochbachtal. Habe mich selten so platt gefühlt.
Während der gemeine E5 Wanderer in charmefreien Zams bleibt, sind wir mit letzten Kräften zur Lärcheralmhütte weitergelaufen. Mama kocht hier die besten Kasspatzen die wir jemals gegessen haben.
Jetzt todmüde ab ins Bett.

Frühsport

6:00 Wecken. Die meisten Wanderer wirken nicht mehr so frisch wie am ersten Morgen. Starre Blicke in den Rother, die Bibel der Alpenüberschreiter.

Dafür klarer Himmel und kühl.

Memminger Murmeltiere

Wieder 1.200 Höhenmeter gemacht. Manuels Materialseilbahn hatte keinen Strom. Also mit vollem Gepäck hoch. Hatten uns schon zu früh gefreut. Dafür dann Walderdbeeren zu hauf. Abends Steinböcke gesehen. Und einer Murmeltierfamilie hautnah beim Spielen zugeschaut.

In der Memminger Hütte heute Notaufbettung, 180 Wanderer wollen rein. Haben zum Glück Zimmer statt Lager. Jetzt erstmal Brotzeit.

Grenzüberschreitung

8:30 Grenze zu Österreich. Österreicher haben sich das Schild gespart auf der Mädelegabel. Die Deutschen natürlich nicht.

Nebenbei gelernt, was eigentlich eine Mädelegabel ist. Möchte darüber lieber nicht schreiben.

Entseuchung

6:00 Wecken. Gut geschlafen dank Ohropax. Dann abgekochtes Wasser fassen.

Wegen Rappensee-Effekt Entseuchungshilfe per Heli aus der Luft.

Abmarsch

Abmarsch aus Oberstdorf Richtung Italien. Wetter könnte besser sein. Vorher noch Paket gepackt mit allem Zeug, das nicht getragen werden will und nun per Post über die Alpen wandert.

Ruhe

Nakenstorf

Schon im letzten Jahr haben wir am Neuklostersee eine Pause auf unserer Radtour zur Ostsee eingelegt. Diesmal wollten die Kinder wieder hin. Allerdings ohne Rad. Und am liebsten nicht mehr weg.

Wer einen Ort zum Ausspannen sucht: Im Seehotel am Neuklostersee kann man dem Alltag entfliehen – und mit einem Asterix-Heft einfach mal abhängen.



Mehr Meer

SV Florette

Eine Woche waren wir auf See mit der SV Florette, einer der letzten originalen toskanischen Brigantinen. Seit Jahren transportiert sie nicht mehr Carrara-Marmor nach Sizilien sondern Touristen zu den Aeolischen Inseln.

Das Schiff ist in wunderbarem Zustand. Wenn Wind weht – und leider geht im Sommer Aeolus sehr sparsam damit um – packen alle an, setzen Segel und es kommt echtes Windjammer-Feeling auf. Nebenwirkung für die nicht ganz so seefesten Mitreisenden inklusive.

Kapitän Haynes hat das Boot fest im Griff, mittlerweile in der zweiten Generation. Mama Haynes versorgt einen Säugling und ein Töchterchen, das gerade einmal laufen kann auf dem wackeligen Boden und sorgt dennoch jeden Tag für phantastisches Essen.

Der Trip hat uns und den Kindern unglaublich gut gefallen. Und ganz nebenbei haben wir viel über Vulkane gelernt. Niemals werden die Kinder den Moment vergessen, als der Stromboli hoch über unseren Köpfen seine Lavafontäne ausspuckte. Und wir werden nie vergessen, wie uns der wahnsinnige Taxi-Fahrer mit seinem Ape nachts lachend den Stromboli heruntergefahren hat.



World Wide Web

Very impressive animation showing air traffic around the world watched from space.

Wir sind dann mal weg

brigantine

Morgen gehts an Bord. Mast und Schotbruch!

Original und Fälschung

Legoland

Nyhaven

Letztes Jahr waren wir mit dem Rad auf dem Weg nach Dänemark. Dieses Jahr haben wir Kopenhagen in klein besucht, im Legoland. Bin also Lego-Fan schwer beeindruckt gewesen, und die Kinder haben beschlossen, ca. 200 Kilo Legosteine zu beschaffen. Wir bauen das jetzt alles nach.


Rapping Flight Attendant

Can´t imagine Lufthansa providing this kind of service in Germany.