Fluggastbe(un)ruhigung

Es gab eine Zeit, da ist man einfach in den Flieger eingestiegen.

Dann gab es eine Zeit, da wurde Handgepäck durchleuchtet.

Dann gab es eine Zeit, da wurde Handgepäck durchleuchtet, und der Laptop mußte angeschaltet werden, bis er sichtbar bootet. Das galt aber nur in München und in Stuttgart, nicht aber in Frankfurt und Berlin. In München gab es auch immer wieder ganz schlaue Sicherheitskräfte, die mein Notebook sofort als Nicht-Seriennotebook identifizierten (“Der hat da eine Beule”) und es unter der Saugglocke nach Sprengstoffresten filterten. Oder auch den Stift im Palm V als gefährliche Waffe identifizierten.

Nun gibt es eine Zeit, da wird Handgepäck durchleuchtet, der Laptop muß separat ausgepackt werden und separat durchleuchtet werden. Das gilt anscheinend jetzt Deutschlandweit.

Und seit dieser Woche gilt anscheinend: Laß die Hose runter! Sowohl in München als auch in Berlin und Düsseldorf durften ich sowie mein mitreisender Kunde die Gürtelschnalle lösen.
Wer denkt sich eigentlich diesen Mist aus? Dass bei einem geschickten Bombenbauer selbstverständlich auch das Notebook bootet, hat man anscheinend erkannt. Aber was soll jetzt diese entwürdigende Fluggast-Be(un)ruhigungsaktion? Bei meiner letzten Ankunft in Atlanta, Georgia, wurde ich sogar beim Verlassen des Airports aufgefordert, auf Strümpfen an den Sicherheitskräften vorbeizuschleichen, während meine Schuhe neben mir den Scanner passierten. Kriegen wir jetzt hier auch so paranoide Verhältnisse?

Comments:

Markus Kromer:

Das mit der Gürtelschnalle ist anscheinend wirklich neu. Hatte ich auch, als es piepte. Ich halte das auch alles für Humbug :angry:

2005-04-21T14:59Z

Bob:

Den Gürtelschnallenhumbug und das Schuhe ausziehen gibt es schon seit einigen Monaten. Ich erwähnte bereits in einem meiner vorigen Kommentare, daß Team 9 der Securitas in Tegel mir beinahe eine Vorstrafe wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung eingebracht hätte. 4 Mann mit gemeinschaftlicher Falschaussage und ich hatte Zeugennotstand. In Lissabon konnte ich direkt nach 9/11 und auch all die Monate danach mit einer Nagelfeile in der Jacke fliegen (Spitze guckte manchmal aus der Kulitasche der Jacke). Meine neueste Entdeckung ist der Hit in Tegel, daß man, aber nur, wenn man sie auspackt, mit nur EINEM Feuerzeug fliegen darf. Ich hatte drei in der Jacke (Jacke in der Schale), der Passagier vor mir entleerte seine Hosentaschen und mußte eines seiner beiden Zippos dem Personal überlassen. Auch wurde ich schon als Trinker bezichtigt (München), als der Durchleuchter meine 12 Glas Pfirsiche nicht erkannte und die Sicherheitstante diese für Bierdosen hielt. Allzeit guten Flug…Bob

2005-04-21T15:29Z

Thomas:

100% Unterstützung für diesen Kommentar. Das mit dem Laptop regt mich schon regelmäßg auf. Neulich wieder nach dem Einschalten: ‘Ah, jetzt können Sie gehen’. Ich: ‘Und was sagt Ihnen diese Untersuchung jetzt?’ ‘Na, daß ihr Laptop in Ordnung ist.’ ‘Aber daß das jetzt nicht meiner Sicherheit gedient hat, das ist Ihnen schon klar?’ ‘Wieso?’ ‘Anscheinend doch nicht. Vergessen Sie’s besser.’ In München ärgert mich noch mehr, daß man diesen ganzen Sicherheitsschnickschnack mitmachen muß, aber daß sie einem nichtmal den Laptop in das Plastikteil legen – selbstbedienung ist angesagt. Und neulich wieder von Augsburg geflogen, da war mal GAR nix an Security. Also, wenn sie schon solche bescheuerten Regelungen aufstellen, dann bitte einheitlich. Und nicht nur pro Flughafen anders, damit ich mir als Terrorist aussuchen kann, wo ich denn bitteschön abfliege. Weil, einmal kontrolliert und dann durch ganz Europa geflogen. Es ist unbeschreiblich, welche Nobrainer über diese Security entsch

2005-04-21T18:57Z

Alexander Kluge:

Die ‘Selbstbedienung’ in München ist auch klasse, stimmt. Da sitzen jetzt im Zuge irgendeiner KVP-Maßnahme die Damen und Herren direkt neben dem Band und schauen einem mit großen Augen zu, wie man nach den Plastikschalen angelt und dann sein Zeug darin verstaut. Unmöglich. Nur nicht einen Finger krumm machen.

2005-04-22T03:36Z

Thomas:

Korrekt. Könnte ich mich aufregen. Angeblich haben wir doch so viel Arbeitslose in .de. Ich zahle gern 1 Cent Fluggastgebühr mehr, wenn das jemand wenigstens anständig regelt dort.

2005-04-22T05:54Z

Stefan Heinz:

passend dazu von den CNN-Jungs: Airport screeners perform poorly vom 16. April diesen Jahres!

2005-04-22T06:44Z

Mischko:

HA! Gürtelschnalle? Lame! Bin mal von Mönchengladback nach London geflogen! Das übliche! Notebook anmachen, Detector-Schranke! Ich also durch und BEEP BEEP BEEP! ‘Was haben Sie in der Hosentasche?’ ‘Ein Feuerzeug!’ ‘Zeigen!!!’ Ich also da Ding rausgeholt und in der Hand gehabt! ‘Anmachen!’ ‘Das wollen Sie wirklich nicht, oder?!?!’ RITSCH-RATSCH!!! Zwei Heckler & Koch MP3 durchgeladen und auf mich gerichtet! ‘HEY!!!!!! War nur Spass! Wirklich! Ich schwör’!’ Weia! Na egal, bin in London angekommen!

2005-04-22T22:01Z

1 Response to “Fluggastbe(un)ruhigung”


  • Ich wunder mich schon über die schei… die ihr hier schreibt und kann mir mein lachen nicht verkneifen!!Wegen solcher Vollidioten wie euch macht der Beruf erst so richtig spaß!!mann kann immer wieder nach einer Abfertigung voll ablachen, weil Ihr von nix eine Ahnung habt!!Dienstanweisungen!!wisst Ihr was das ist??kennt ihr nicht??z.b. Gürtel aufmachen,Feuerzeuge,Schuhe,Laptops und das Ihr sie selbst in die schale legen müsst liegt auch nur an euch selbst! Denn wenn wir euren LAPTOP anfassen und es passiert was(fällt runter oder bekommt kratzer) dann seit ihr volldödel die ersten die sich brüsten was für tolle Anwälte sie doch haben!!Schadensersatz, blabla Diskusionen!!Also immer wenn wir den nächsten von euch auf der Kontrollstelle haben und wir es märken es ist schon wider so einer kann es schon sein das er das volle Programm und vielleicht noch mehr bekommt!!:))er hat ja schlieslich dafür bezahlt!!:)))

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