Monthly Archive for August, 2009

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Murmelbau

1000 Höhenmeter überwunden. 1000 Liter Wasser geschwitzt. Im Murmelbau auf der Kemptner Hütte untergekommen. Am Abend einen Ofenschlüpfer gegessen.

Abmarsch

Abmarsch aus Oberstdorf Richtung Italien. Wetter könnte besser sein. Vorher noch Paket gepackt mit allem Zeug, das nicht getragen werden will und nun per Post über die Alpen wandert.

Auf einem langen Weg

Ein kleines Fest am Meer

Vor einigen Jahren sind wir gemeinsam losgelaufen. Es war ein langer Weg in einem schweren Lebensabschnitt. Seitdem sind wir viele Wege gemeinsam gegangen.

Vor kurzem nun sind wir am Weststrand entlanggelaufen, einem unserer Sehnsuchtsorte. Dort haben wir beschlossen, auch in Zukunft die Wege gemeinsam weiter zu gehen.

Um das Ereignis zu begehen, brechen wir heute auf: Auf Hannibals Spuren über die Alpen. Die Rucksäcke sind gepackt, der Zug bringt uns heute nach Oberstorf. Ab dann liegen nur noch wenige Schritte zwischen uns und Italien.

Katzencontent

Lotte

Lotte kommt schon auf den Baum rauf. Runter geht noch nicht.



Ruhe

Nakenstorf

Schon im letzten Jahr haben wir am Neuklostersee eine Pause auf unserer Radtour zur Ostsee eingelegt. Diesmal wollten die Kinder wieder hin. Allerdings ohne Rad. Und am liebsten nicht mehr weg.

Wer einen Ort zum Ausspannen sucht: Im Seehotel am Neuklostersee kann man dem Alltag entfliehen – und mit einem Asterix-Heft einfach mal abhängen.



Daglfinger Hühnerdiebe

Und endlich heute mal wieder Zeit für den neuen Martenstein gefunden – diesmal zum linken Lieblingsthema „Besserverdienende“:

Einige Besserverdienende sind mitverantwortlich für die Krise. Deswegen sollen jetzt alle Besserverdienenden Strafsteuern zahlen. Weil, wenn eine Person aus Daglfing Hühner stiehlt, dann sperren wir von der SPD alle Daglfinger ins Gefängnis, das ist gerecht im Sinne von August Bebel.

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Theaterleiden

Wie oft habe ich mich genau darüber aufgeregt? Zu oft. Jens Jessen in der Zeit:

(…) Das ist das Problem des modernen Regietheaters. Irgendwann ist alles auf dem Sperrmüll gelandet, und vom Ausmisten bleibt nur eine leere Geste. Dann bleibt nur Wüten, Brüllen, Schreien; unter anderem darüber, dass man nichts mehr zu tun hat. Alle Traditionen wurden in den letzten Jahrzehnten schon mit kalkulierten Tabubrüchen, mit Blut, Urin und Sperma, weggeätzt; inzwischen sind es jene Putzmittel, die auf der Bühne verstauben. Die größere Provokation besteht heute womöglich darin, wieder still und andächtig den Vorgaben der Theaterautoren zu folgen (…)

Schreien, Brüllen, Exkremente. Hatten wir alles schon mal. War damals sicher wichtig zur Entrümpelung. Heute ist es unerträglich. Und leider der Grund, warum ich einige Bühnen trotz meiner großen Liebe zum Theater mittlerweile meide.


Mehr Meer

SV Florette

Eine Woche waren wir auf See mit der SV Florette, einer der letzten originalen toskanischen Brigantinen. Seit Jahren transportiert sie nicht mehr Carrara-Marmor nach Sizilien sondern Touristen zu den Aeolischen Inseln.

Das Schiff ist in wunderbarem Zustand. Wenn Wind weht – und leider geht im Sommer Aeolus sehr sparsam damit um – packen alle an, setzen Segel und es kommt echtes Windjammer-Feeling auf. Nebenwirkung für die nicht ganz so seefesten Mitreisenden inklusive.

Kapitän Haynes hat das Boot fest im Griff, mittlerweile in der zweiten Generation. Mama Haynes versorgt einen Säugling und ein Töchterchen, das gerade einmal laufen kann auf dem wackeligen Boden und sorgt dennoch jeden Tag für phantastisches Essen.

Der Trip hat uns und den Kindern unglaublich gut gefallen. Und ganz nebenbei haben wir viel über Vulkane gelernt. Niemals werden die Kinder den Moment vergessen, als der Stromboli hoch über unseren Köpfen seine Lavafontäne ausspuckte. Und wir werden nie vergessen, wie uns der wahnsinnige Taxi-Fahrer mit seinem Ape nachts lachend den Stromboli heruntergefahren hat.