Author Archive for Alexander Kluge

Ich bin dann mal weg

Schön wars mit Dir, Instagram. Es tut ein bisschen weh. Habe alle Bilder exportiert. Wohin ich nun migriere? Ob ich überhaupt migriere? Braucht es in der Welt voller Ablenkungen wieder eine neue Bilderplattform? Seit ich Flickr nicht mehr nutze, war Instagram mein einziger Ort, um mal schnell Bilder zu teilen und Inspiration von einigen Menschen zu bekommen, denen ich folge und deren Auge ich schätze.

Aber wer A sagt, muss wohl auch B sagen.

Instagram macht es einem nicht leicht, aus dem Club auszutreten. Im Profil findet man nur die Möglichkeit den Account zu deaktiveren. Aber unter diesem Link kann man auch sein -> Instagram-Konto vollständig löschen.

Jetzt ist noch WhatsApp auf der Löschliste. Wer mich erreichen will ohne WhatsApp, der hat ja noch viele weitere Wege.

 

Update: WhatsApp Account gelöscht. WhatsApp App gelöscht. Die Welt ist nicht untergegangen.

Gespräche am Plattenteller

„Es geht immer nur um eins: Wir wollen bessere unternehmerische Entscheidungen treffen.“

Ein wirklich nettes Gespräch hat das Uwe Berger in seinem #vinyltalk mit mir geführt. Es geht um New Work und Transformation, um Plattformen und Vernetzung, aber auch um David Bowie, den Mojo Club in Hamburg und den Dschungel in der Nürnberger Strasse.

Wo gibts den #Vinyltalk?
-> Apple Podcast
-> Deezer
-> Spotify
-> YouTube 

Leaving Facebook

 

Ich habe das große Vergnügen und auch die Ehre, diese Woche Teil des romantic business tribes im House of Beautiful Business zu sein. Wer mir auf Twitter oder dem Hashtag #house19 die letzten Tage gefolgt ist, wird zu dem Schluss kommen, dass kaum jemand hier noch glaubt, dass Facebook zu retten ist. Nicht wirtschaftlich, sondern moralisch.

Auf der einen Seite gibt es beeindruckende Menschen wie Anand Giridharadas, Autor von „Winners Take All“,  die klar sagen: das Problem ist Zuckerberg selbst und solange er da ist, ist das Unternehmen moralisch kaputt. Statt 90 % seines unermesslichen Vermögens, dass er mit einem unanständigen Geschäftsmodell generiert hat, jetzt zu spenden, sollte man Facebook lieber zu einer public utility machen und das Unternehmen einfach zurück geben an die Gesellschaft. Ich finde die Argumentation, in den handelnden Personen das Böse zu personifizieren und den Dialog einzustellen, problematisch, was aber nicht heißt, dass man nicht Zeichen setzen kann.

Ich habe die Diskussion nun zum Anlass genommen, aus dem Facebook–Geschäftsmodell auszusteigen. Facebook selbst war leicht – das fand ich eh in den letzten zwei Jahren zunehmend uninteressanter, zuletzt habe ich nicht mal mehr reingeschaut. Härter wird jetzt WhatsApp, weil es wirklich wie eine Krake als Messenger zu allen in meinem Kommunikationsmix sitzt und diesen Knoten muss ich gewaltsam lösen. Instagram ist emotionaler, weil die Fotos für mich Quelle der Inspiration sind. Stories haben bei mir nie resoniert, daher werde ich sie nicht vermissen.

Die Herausforderung heißt also WhatsApp. Ich habe so ziemlich alle anderen Messenger auch probiert. iMessage ist in einer meiner Apple dominierten Familie und dem Bekanntenkreis eh da. Ich bleibe also erreichbar. iMessage fehlt aber – warum eigentlich? – ein smarter Weg mit Gruppen umzugehen und die fehlende Möglichkeit von Threads bzw. das Kommentieren von einzelnen Beiträgen in einem Gruppenchat fehlt mir sehr. Und da iMessage nur in der Apple Welt verfügbar ist, wäre eine zweite Plattform wünschenswert (neben den ohnehin noch verfügbaren privaten Kanälen von Twitter oder LinkedIn, die ich auch nicht beabsichtige aufzugeben)

Meine Alternative lautet daher erstmal Telegram, eine Alternative, die alles kann, was WhatsApp auch kann, mit dem Thema Gruppen gut umgeht und auf allen meinen Endgeräten gleichermaßen gut läuft – und ein Großteil meiner Kontakte scheint schon da zu sein. Threema? Ja, habe ich auch, aber da scheitern wir schon an den verschiedenen Endgeräten, die ich parallel benutze. Signal und Wire waren mal auf meinem iPhone, sind aber aus Gründen der Reduktion von Komplexität wieder rausgeflogen. Wer mich erreichen will, hat ja nun einige Alternativen.

Als ich meine Entscheidung neulich gepostet habe, ging die wilde Diskussion gleich los. Ich will daher gleich ein paar Punkte klar stellen:

  • Mir geht es nicht um ein mehr an Sicherheit. Wann und wo ich heute Abend ankomme, die Bilder vom Abendessen und die Sprachnachricht an meinen Sohn erfordert kein Hochsicherheitstool. 
  • Ja, ich weiß, Telegram und der KGB und so.
  • Nein, ich müsste nicht auch gleich noch Twitter und LinkedIn verlassen 

Mir geht es NICHT um den Verzicht auf Tools der bösen großen GAFAs (Google, Apple, Facebook, Amazon). Ich bin froh, dass es die Werkzeuge gibt und sie haben mein Leben angenehmer gemacht. Ich will darauf nicht verzichten. Ich bin bei einigen dieser Konzerne das Produkt, auch Twitter oder Google leben davon, dass sie mich analysieren und mir Werbung verkaufen. Aber keiner hat so sehr an Glaubwürdigkeit verloren und so viel gelogen wie Facebook. Und darum geht es mir. Die Rolle von Facebook bei der Beeinflussung von Wahlen oder Brexit, der Cambrigde Analytica Fall und deren häppchenweise kleinlaute Erklärung zu den Fehlern im Umgang mit meinen Daten führt bei mir dazu, auszusteigen. Dabei trifft es sich gut, dass wir zwar noch vor wenigen Jahren gefeiert haben, dass dieses Internet endlich die Macht der Medienkonzerne bricht, wir nun aber wieder eine quasimonopolistische Infrastruktur haben. Und das man dagegen auch Zeichen setzen kann. Weniger zu oft bei Amazon bestellen. Die Google Suche durch Alternativen wie Duck Duck Go ersetzen. Man kann wieder mehr auf den eigenen Seiten publizieren und weniger Content LinkedIn in den Rachen schmeißen. Und man kann eben raus aus dem Facebook Monopol.

Um Instagram werde ich ein wenig weinen, und über das WhatsApp Quasi-Monopol und die jetzt anstehenden Diskussionen mit meinen Freunden und Bekannten ärgere ich mich jetzt schon. 

Mein Telegram Shortcut hier -> http://t.me/alecmcint

 

Update 1: Leaving Instagram ist auch nicht leicht. Aber unter den Sicherheitseinstellungen gibt es einen Knopf, mit dem man seine gesamten Inhalte als Export beantragen kann. Bin gespannt, was da kommt.

100 Tage – reloaded

Letztes Jahr hatte die Kluge Gattin zum ersten Mal das Halbmarathon Ziel ausgerufen und nach 100 Tagen waren wir fit für den Lauf an der Elbe mit Ziel Dresden. Es war ein wunderschöner Lauf und wir waren mächtig stolz, dass wir das auch als Fuffziger packen konnten.

Aber wie die Motivation nun aufrecht halten? Tatsächlich war es danach schwierig. Ziel erreicht. Abgehakt. Also neues Ziel gesetzt für den letzten Herbst beim Palma Marathon. Aber die konsequente Trainingsvorbereitung hatte da schon so seine Tücken.

2019 also ein neuer Anlauf. Und das auch noch für einen guten Zweck. Wieder das 100 Tage Trainingsprogramm. Und diesmal wussten wir ja immerhin, dass es machbar ist. Und so sind wir stolz durch Berlin gelaufen, beste Stimmung, tolles Wetter, emotionaler Abschluss beim Schlussspurt durch das Brandenburger Tor die Heimatstadt Berlin nochmal ganz anders zu Fuß erlebt.

Nächstes Jahr? Klar. Wieder dabei.

Tesla Amnesia

This is a post exclusively for Brenda. Brenda is part of the Tesla Family. We met Brenda in February 2019 in Fremont. We visited companies in the Silicon Valley, Apple, Google, Twitter and of course Tesla. Why Tesla? It all began back in March 2016 when we stood in line at Kurfürstendamm, Berlin, to place a order for the Tesla Model 3, one day before it was unveiled in Fremont.

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Just registred for #tesla #model3

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Finally we placed not one, but four reservations for a car that no-one has seen before. We believed in the companies mission to „accelerate the world´s transition to sustainable energy“ – and we wanted to be part of the e-mobility revolution. And we wanted to be first.

Three years later the Tesla Model 3 deliver process started in Europe. In the years between we had serious discussions over here with friends about the move to e-Mobility and had to argue a lot about our move to Tesla.

December 20st 2018 was the day we ultimatly placed our order right after the german order site opened. January 9th a call from Tesla announced delivery Mid of February, we tracked the first ship „Glovis Captian“ from San Francisco to Zeebrügge with the first few thousand Model 3 for Europe – and for us it was very clear: We will get our hands on the Model 3 right after the ship landed in Europe.

Exactly at this time we were invited by IBM to THINK2019 in San Francisco, and we took the chance to visit Tesla as well. You must know that only Tesla owners and Tesla reservation holders are allowed to see the factory. We hold a reservation, but we just drove by and we missed to reserve a factory tour slot. This is where Brenda entered the scene.

As she understood that we are „fanboy“ and „fangirl“ from Europe, early reservation holder and supporters, she just answered: „Hey, we are Tesla family“ and she made it possible to see the factory. We spent quiet some time there, had lunch with the workers, had the chance to drive the Model 3 the first time. Brenda gave us the feeling that we made this project of Elon Musk possible.

After our return to Germany the story turned. And it turned really really bad. Our car was not on the „Glovis Captain“ vessel. In fact, our car was even not build. Deliveries started in Germany, Austria and Switzerland – and we waited and waited. A first delivery date was cancelled a few days in advance. A second date: same. Mid of March we received papers, there was hope. But the car was still missing. Another four dates were canceled, in some cases 12 hours in advance. Nobody of Tesla Germany was available to talk, emails received no answers, phone calls ended on mailboxes. After the sixth cancellation I called a lawyer. I wanted to cancel the whole thing. I felt treated so bad as an early supporter.

And this is where Brenda showed up again. She cared about us as we were very important customers. But we did not order hundreds of cars, we orderd only one. And this is the secret of people taking care: They treat us like we expected to be treated. She tried everything, escalated things via US management, and she communicated with us. I don´t know if anything she did helped to get our car last Saturday. But it doesn´t matter. She cared.

So this is a big thank you to Brenda. Today we received this wonderful welcome package, it arrived with FedEx directly from Fremont. Thank you, dear Brenda, you did a tremendous job keeping us on board – and we will tell the story of the Tesla family.

A last word about the car: It is unbelievable great. Never ever had a car like this. I read a lot about quality problems, „Spaltmaße“, software problems. Our car arrived as expected, its such a pleasure to drive this car. So luckily we seem to suffer from Tesla Amnesia – we immediately forgot all the bad things we experienced the last weeks.

Thanks again Brenda. Brands like Tesla exist because there are poeple like you taking care.

Spaltpilz e-Mobilität

Neulich in einem Meeting mit Top Managern. Es geht um Disruption, Transformation, wie das Neue in die Welt kommt. Jemand sagt Car Sharing. Irgendwann fällt Kohleausstieg. Die Diskussion wird innerhalb von Minuten emotional. „So ein Schwachsinn, diese e-Mobilität!“ hört man es raunen. Einer der Top Manager wird deutlich: Man habe sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und nach intensiven Recherchen ganz bewußt entschieden, die anstehende Fuhrpark-Erneuerung ausschließlich mit Diesel zu bestreiten – das sei nachweislich immer noch die umweltfreundlichste Alternative. Punkt.

Schweden-Studie. Kobalt. Kinderarbeit. Alles nur eine Hipster-Mode aus Berlin. Ich habe mittlerweile aufgegeben zu argumentieren. Ich kenne momentan kein Thema, das so polarisiert wie die e-Mobilität. Gut, das Gender-Sternchen könnte vielleicht noch ähnliche Wallungen erzeugen.

Die Wirtschaftswoche hat sich jetzt dankenswerterweise des Thema angenommen und zumindest ein paar gängige Mythen entmystifiziert, indem sie einfach simpel nachgerechnet hat. Zum Beispiel beim Thema CO2 Ausstoß:

Das bedeutet: Geladen mit konventionellem deutschen Durchschnittsstrom ergibt das 7,9 Kilogramm CO2 je 100 Kilometer. Das ist rund die Hälfte dessen, was ein kleiner, sparsamer Diesel erzeugt und weniger als ein Viertel des CO2-Ausstoßes eines hochmotorisierten Benziners im Alltagsbetrieb. Mit Ökostrom betankt, fährt das E-Auto sogar klimaneutral.

Auch die von e-Auto-Hassern gerne zitierte „Schweden-Studie“ ist schon längst von den Autoren selbst relativiert worden, muss aber immer noch herhalten für die Argumentation pro Diesel und Benzin.

Das ist aus einer ganzen Reihe von Gründen falsch. Erstens basieren diese Werte (17 Tonnen, 200.000 Kilometer bis zum „Öko-Break-Even“) auf einer ganzen Kette von Fehlern im Zusammenhang mit der schwedischen Studie von 2015. Die Geschichte dieser Zahl ist ein Lehrbuchbeispiel darüber, wie – unabhängig vom Thema – Fake News in die Welt kommen. Sie basiert auf aus dem Kontext gerissenen Worst-Case-Szenarien, auf in die Aktualität extrapolierten, veralteten Daten (der Strommix ist zum Beispiel inzwischen CO2-ärmer), fälschlicherweise auf Deutschland übertragenen schwedischen Größen sowie auf einfachen Übersetzungsfehlern.

Auch mit dem Thema Kobalt beschäftigt sich der Artikel und der Behauptung, dass unser Stromnetz zusammenbrechen wird, wenn plötzlich alle ihr e-Mobil laden.

Wir werden im Klugen Haushalt ab 2019 nur noch elektrisch fahren. Die Umstellung von Öl auf Elektro ist natürlich nicht die Rettung des Abendlandes, das wissen auch wir. Nur weniger Individualverkehr kann uns retten. Deshalb fahren wir Bahn wo es geht, wir haben jeder eine Bahnflatrate in Form einer Bahncard 100. Wenn wir fliegen, kaufen wir CO2 Pakete bei Atmosfair. Und in Berlin ist Carsharing mit DriveNow (wenn man uns nicht wie vor wenigen Monaten geschehen, einfach das Stadtgebiet vor der Haustür wegkürzt) die richtige Alternative, wenn Fahrrad und Öffis gerade nicht passen.

Man kann eine Menge tun. Selbst wenn man beruflich viel auf Achse ist.

In Zeiten, in denen sich immerhin ein paar Lungenfachärzte nicht zu schade sind, als Argumentationshilfe einer sich zu spät transformierenden Automobilindustrie herzuhalten, und ein Bundesminister Scheuer gegen Tempolimits und Benzin- und Dieselvernichter wettert, kann man so eine Argumentationshilfe schon mal brauchen:

-> Wirtschaftswoche „Die Mythen der E-Auto-Kritiker

-> MythbusterElektromobilität – Informationen für Interessierte aus dem Handschuhfach eines Schweizer Teslafahrers


Laufend helfen

Am 7. April 2019 starten wir mit Freunden zum Halbmarathon quer durch Berlin. 10 Euro Spende für jeden Kilometer leistet jeder von uns für Oxfam. Und zusätzlich habe wir das Ziel, 10 Euro pro Kilometer von Euch einzuwerben.

Danke für Eure #LaufendeHilfe!

Reiserei

Umfang der Erde in Kilometer: 40.075
Meine Reisekilometer im Auftrag unserer Kunden im Jahr 2018: 90.950

Durchschnittliche CO2 Emissionen für Mobilität pro Kopf und Jahr in Deutschland in Kilogramm: 2.100
Meine CO2 Emissionen für Mobilität im Jahr 2018 in Kilogramm: 13.000

Pro Kopf CO2 Emissionen in Indien in Kilogramm: 1.600
Klimaverträgliches CO2 Jahresbudget eines Menschen in Kilogramm: 2.300
Pro Kopf CO2 Emissionen in Deutschland in Kilogramm: 11.500
Meine CO2 Emissionen in 2018 in Kilogramm: 22.500

Zurückgelegte Strecke mit Bahn in 2018 in Kilometern: 48.070
Zurückgelegte Strecke mit dem Flugzeug in 2018 in Kilometern: 27.880
Zurückgelegte Strecke mit dem Auto in 2018 in Kilometern: 15.000

Am Ende dieses aufregenden Jahres habe ich mich mit einer großen Tabelle vor meinen Kalender gesetzt, Reisen zusammengezählt, Orte markiert, CO2 Verbrauch kalkuliert. Und war erschrocken, wieviele Emissionen auf mein Konto gehen. Die naive Annahme, Bahnfahren statt Fliegen und Autofahren würde mir Absolution erteilen, ist quatsch. Wir reisen einfach zu viel.

Wir Klugen Leute fahren zwar immer mehr Bahn, fliegen weniger, verzichten auf Flüge rund um die Welt und blasen nicht auf Kreuzfahrten Schweröl in die Luft. Wir beziehen Ökostrom, heizen mit Wärmepumpe und fahren ab 2019 voll elektrisch. Aber das reicht nicht.

Dieser Spiegel-Artikel brachte uns auf die Idee, dieses Jahr unsere Emissionen zu kompensieren. Organisationen wie Atmosfair hatte ich eigentlich bisher als ökologisches Feigenblatt links liegen lassen – zu Unrecht.

Wir haben daher unser Weihnachtsbudget für die Kluge Consulting GmbH in CO2 Kompensation angelegt. Für Sabine und mich. Und das nochmal verdoppelt. Zumindest diesen Beitrag wollten wir leisten für den Raubbau, den wir am Planeten vornehmen.


Weihnachtspräsent

Am 31. März 2016 standen wir am Kurfürstendamm in der Schlange vor dem Tesla Store,, um ein Model 3 zu reservieren. Sabine und ich reservierten gleich vier Stück. Heute, am 21. Dezember 2018 waren dann nun auch die deutschen Kunden dran und wir haben eine der Reservierungen in eine Bestellung umgewandelt.

2019 wird es keine Verbrenner mehr im Klugen Haushalt geben. Und wir glauben, dass das richtig ist.

Kluger Toolset continued – Kalenderdramen

Es gibt da noch eine klitzekleine Kleinigkeit zum Thema Kluges Toolset. Generationen von Klugen Mitarbeitern arbeiten seit Jahrhunderten mit marktgängigen Kalender-Lösungen. Outlook, Lotus Notes, Google Apps. Alle bieten weitgehend nette Funktionalitäten mit Übersichten für mein persönliches Leben. In unserer aktuellen Umgebung mit Google Apps und MacOS bzw. iOS Frontend geben wir uns die Kalender gegenseitig frei, abonnieren Feiertagskalender oder lassen Geburtstage anzeigen. Alles prima. Keiner hat jemals über Drucken nachgedacht. Oder Jahreskalender im Listenformat.

Nun gibt es ja bekanntermaßen eine neue Personalsituation im Klugen Universum. Und plötzlich ist wieder das eingetreten, was man so fürchtet in der IT: Schattentools! Es gibt Mitarbeiter, die bauen sich Excel-Kalender für ihre Jahresübersicht. Händisch. Und die doppelte Pflege geht natürlich immer schief. 

Die Herausforderung: Eine führende Mitarbeiterin einer digitalen Reiseagentur will braucht eine einseitige Kalenderübersicht über das Jahr, in der sie die Termine beider geschäftsführender Gesellschafter nebeneinander in Monatsscheiben auf einer Seite sehen kann – und die man dann vielleicht in DIN A1 an die Wand nageln kann. Aber man kann es drehen und wenden wie man will: Aus Google Calendar ist das ebensowenig herauszuholen wie aus dem MacOS Kalender. Ich habe auch kein Tool gefunden, das mir eine solche Listenansicht liefert. 

Also, dear lazyweb, ist irgendwer da draußen, der mit ähnlichen „mission critical“ Anforderungen zu kämpfen hat und eine Lösung für das Problem anbieten kann?

Kluger Business-Toolset

Es steht der Jahreswechsel an, und wir Klugen Konsorten hinterfragen nicht etwa Mindset oder Skillset, dafür aber unseren Software-Toolset. 

Grundprinzip soll bei uns sein: Cloud first. Alles muss aus der Steckdose kommen und auf allen mobilen Endgeräten laufen. Fangen wir an mit dem, was sich bewährt hat und einfach läuft:

 

Google Apps

Mail & Calendaring läuft alles über Google Apps. Gelegentlich Hangouts für Online Meetings. Läuft.

 

Dropbox Business

File-Sharing. Bis auf hypersensible Kundendaten ist da alles drin, jeder kann ran. Klappt super und reibungslos. Manchmal je nach Anforderung auch mal Google Drive, OneDrive oder Box. Aber am einfachsten und zuverlässigsten bei weitem immer noch Dropbox.

 

Slack

Interner Teamchat. Keine internen Mails mehr. Für Themenbereiche gibts Channels. Alles prima. Nahtlos auch für Kollaboration mit externen Partnern. Insbesondere wegen des simplen Switchen zwischen diversen Slack Umgebungen weit besser als Microsoft Teams, das einem beim berufsbedingten Hantieren mit verschiedensten Identitäten zum Irrsinn treibt.  

 

Harvest

Harvest regelt unsere Zeiterfassung. Super schlankes Tool. Alle Projekte mit Budgets werden dort bebucht. Übersichten, Warnungen bei bestimmten Schwellwerten (Budget-Überschreitung) etc. Simple iOS App, netter Mac OS Integration. Sehr schön. Hat sich auch bewährt.

 

Expensify

Reisekostenirrsinn. Wir reisen eigentlich ständig durch die Republik. Belege fallen ständig an. Belege fotografieren, texterkennen, oder simpel hinmailen – alles wird sauber zugeordnet. Expensify macht das Leben leichter und unserer Buchhaltung weniger Kopfschmerzen. 

Soweit läuft alles prima. Aber nun:

 

FiBu & Fakturierung aus der Steckdose?

Nun aber Finanzbuchhaltung und Fakturierung. Was bisher on premise läuft, wollen wir zum Jahresende ablösen. Seit Jahren nutzen wir Monkey Office als Buchhaltungssoftware und Fakturierung. Warum? Weil es einfach gut auf dem Mac implementiert ist. Allzu viel Auswahl gibt es da nicht. Das Thema lokale Installation, Datenbank-Synchronisation etc. will ich jetzt auch loswerden.

Also, liebe Gemeinde, was könnt Ihr empfehlen?

Einfachste Option aus unserer Sicht: Steuerberater hat ja eh DATEV und bekommt monatlich einen DATEV Export in CSV-Format, das würde ich gerne automatisieren. DATEV bietet mit DATEV Unternehmen Online eine Lösung, mit der wir direkt Daten erfassen und der Steuerberater gleich alles sieht. Klingt smart, scheint aber offenbar wirklich nur ein erweitertes Frontend zur Eingabe der Belegdaten zu sein. Fakturierung gibt es als Zusatzmodul. Könnte schlau sein, traue aber dem Braten nicht. Auswertungen gibts dann natürlich nur vom Steuerberater, klar, DATEV schützt seine Klientel.

Alternativ führt eine kurze Google Suche nach „Buchhaltung Cloud“ zu einer großen Zahl von Anbietern wie Lexware oder SAGE, die auch eine DATEV Schnittstelle bieten und vermutlich noch ein paar mehr komfortable Funktionen. Aber ein Anruf bei einem ehrlichen Sales Menschen von Sage ergibt schon mal gleich: Irgendwann braucht man dann doch wieder einen Windows-Clients. 

So, und nun Ihr? Habt Ihr eine GmbH? Seid Ihr auch ein kleines, übersichtliches Team? Wollt Ihr auch von überall her flexibel Zugriff auf Eure Daten? Was habt Ihr im Einsatz für Fibu und Fakturierung?

Danke für Ideen und Erfahrungen!

Goodbye DriveNow

Liebe Elisabeth Strunkmann,

ich war jahrelang Euer treuer Kunde, ja, ich habe zig Leute zu Euch geschleppt. Auf unseren Digital Journeys durch Berlin lassen wir Auto- und andere Manager mittels DriveNow am eigenen Leib erleben, was Carsharing bedeutet.  So manch sinnloses Blech steht jetzt nicht mehr auf den Strassen in meiner Umgebung, weil Carsharing zumindest den Zehlendorfer Zweitwagen überflüssig macht.

2015 knipste uns Car2Go das Licht aus. Und ich war froh, dass es Euch gab.

Jetzt also das Ende unserer Freundschaft. Wie schade. Gefühlt war die Dichte der Fahrzeuge hoch in unserer Umgebung, es gab morgens kaum mehr Auswahl, abends waren viele da. Das deutet auf Nutzung auch bei uns hin. Aber anscheinend nicht genug für Euch.

Wer zuletzt lacht

Leonid Letzner spricht gerade in seinem Firmenfunk Podcast mit Gunther Dueck darüber, dass er sich ganz sicher keinen Verbrenner mehr holen wird. Und wir hatten das vor ein paar Jahren auch schon entschieden, als wir uns bei Tesla in die Schlange gestellt haben.

Heute dann in der Post, dass das Model 3 offenbar nun auch zum Anschauen nach Deutschland kommt, und Anfang 2019 ausgeliefert wird. Sieht so aus, als ob allen Unkenrufen zum Trotz Herr Musk auch in einem Zelt spaltmaßoptimierte Autos bauen kann, Gewinne erwirtschaftet und einigen das Lachen vergeht. 

Warum teuer oft preiswert ist

 

 
 
 
 
 
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Warum man einfach gute Sachen kaufen sollte: 10 Jahre alter #Rimowa macht schlapp. Rein in den Store. Neues Gestänge in 5 Minuten reingeschraubt ohne Diskussion. ?

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Hach, Bahn.

Liebe Bahn,

da bekommt man unterwegs so ein Mail von wegen Missbrauch, Punkteklau, böse Buben und Du musst jetzt sofort schnell handeln!

Aber bitte, so schreibt Ihr, reagiere nicht per Mail, denn keiner wird Dich lesen, sondern rufe sofort an, ja, „am besten telefonisch“!

Und dann sitzt man da und will handeln… und es was fehlt auf den ersten Blick? Eine Telefonnummer!

Nachdem die erste Schnappatmung überstanden ist, registriert der geneigte Leser: Da ist ja noch ein Anhang an der Mail. Darin enthalten: Viel Text, und zweimal die Telefonnummer 0180 6 340035:

*20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf

Top! Aber es geht ja um die eigene Sicherheit, dafür soll der Kunde dann auch mal zahlen. Also fluchs die Nummer vom Mobiltelefon aus gewählt, Minuten in der Warteschleife verbracht, und dann ein wirklich freundlicher, aber erstaunter Mitarbeiter: Und da rufen Sie bei mir an? Es ist nämlich die ganz allgemeine Bahn-Hotline, nicht etwa eine Hotline für schlimme Einbruchsfälle. Und mit denen kennt der Kollege sich nicht aus.

Nach einiger Recherche stellt sich raus: Es gab gar keinen Missbrauchsfall. Der Missbrauch besteht darin, dass ich zu viele Bahn Bonus Punkte habe. Und wer zu viele Bahn Bonus Punkte anhäuft, der wird …na? Präventiv gesperrt. 

Man kann es also kaum fassen, dass zu meiner eigenen Sicherheit mein Bahn Bonus Punkte Konto gesperrt wird, weil ich zuviele Bonus Punkte habe, ich dann die oben stehende Mail bekomme mit Aufruf zum Anruf ohne Rufnummer, ich keine kompetente Hotline genannt bekomme (Remember, ich habe schwarze Mamba! BC100 first, dafür würde man eigentlich einen roten Teppich erwarten bei der Bahn) und dann zur Lösung des Problems folgendes tun muss: 

„Schreiben Sie bitte eine Mail an den Bahncard Service“ 

Moment? Eine Mail? Sollte ich nicht…anrufen? 

Liebe Bahn, warum macht Ihr mir es eigentlich so schwer, Euch lieb zu haben?

 

Fintech Startup Idea vs. Market

Madame Bovary oder wie ich lernte, die digitale Ruhe zu lieben

 

Weitblick mit @netzabine #südtirol #bergromantik #latergram #schatzerhütte

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Neulich war Urlaub. Aber: früher war alles besser. Vor allem die Ruhe im Urlaub. Mein Vater rief damals in den Familienurlauben seine Sekrertärin einmal pro Woche aus einer Telefonzelle am Urlaubsort an, ob irgendetwas wichtiges anlag. Sonst waren wir einfach nicht erreichbar. Ja, das war alles vor VUCA und Digitalisierung, und nein, ich bejammere unser digitales Schicksal nicht, ich stelle nur fest: Früher war Ruhe im Urlaub.

Als ich dann groß, erwachsen und selbständig war, kam schon bald e-Mail und mobiles Internet, und plötzlich war Schluss mit Ruhe im Urlaub – man konnte ja jetzt von überall kommunizieren, antworten, reagieren. Das Mittel der Wahl für den Frieden: Out-of-Office Agent anschalten, Vertretung benennen, wegfahren. Sich im Zweifel eine SMS schicken lassen.

Dann kam das ganze social Gedöns, privat und beruflich kaum noch auseinanderzuhalten, dutzende Kanäle. Vor zwei Jahren diskutierten wir an dieser Stelle „Kanal voll„. Nein, es liegt nicht an unserer digitalen Demenz und der Tyrannei der Technik. Es liegt an uns Menschen und unseren Erwartungen an und Einstellungen zu Zusammenarbeit und Kommunikation, wenn wir uns tyranniseren lassen wollen. Aber diese Erkenntnis allein hilft nicht, wenn man die eingetretenen Pfade der Daueraufmerksamkeit und Permanenterregung mal verlassen möchte.

Ganz konkret nun also aus dem aktuellen Urlaub: Wie nun umgehen mit dem freien Blick auf die Berge? Hier die Liste der Klugen Maßnahmen:

 

Notifications

Benachrichtigungen ausschalten für eine Reihe von Applikationen: Twitter, LinkedIn, Facebook. Keine Ungelesen-Zahlen mehr. Keine Benachrichtigungen auf dem Home-Screen. Die Folge: Man muss dann schon aktiv die Applikation öffnen und nachschauen, ob was ist. Die Oberfläche vermittelt plötzlich nicht mehr das Bedürfnis, dringend etwas nachschauen zu müssen.

Ganz konsequent abgeschaltet sind die Benachrichtigungen bei den social Apps nicht: WhatsApp als Familienkanal durfte weiter melden, das war mir wichtig. Vorteil für mich: Im Gegensatz zur Gattin gibt es in WhatsApp bei mir kaum berufliche Dialoge.

Wirkung: Sehr gut. 
Nachhaltigkeit: Einstellungen auch nach dem Urlaub beibehalten.

 

Out of office

Ankündigen, dass man mal weg ist, hilft auch. Wie sollen die anderen denn wissen, dass ich die Notifications alle abgeschaltet habe. Also: Abwesenheitsagent in Mailbox aktiviert. Check. Die digitalen Kanäle, auf denen man von mir eine Reaktion erwarten könnte, mit einer Statusmeldung bestücken. Check.

Wirkung: Mässig bis gut.
Nachhaltigkeit: Nach Rückkehr deaktiviert.

Grayscale

„Is the Answer to Phone Addiction a Worse Phone?“ fragt die New York Times. Da war ich eher skeptisch. Aber es stimmt. Jetzt fehlen nicht nur die roten Ungelesen-Markierungen – das monochrome Layout lenkt nur noch den Blick auf textliche Inhalte. Bilder und Videos machen so eh keinen Spaß mehr. Und draussen ist jetzt das wahre bunte Leben.

Wirkung: Gut. Aber wenn man gerne Bilder macht mit dem Telefon, muss man plötzlich in Schwarz-Weiß denken.
Nachhaltigkeit: Bin derzeit wieder in Farbe unterwegs, könnte sich aber nochmal ändern.

 

Madame Bovary

Flaubert? Ja, Flaubert.

Ankunft in der Schatzerhütte, 2000 Meter Höhe, irgendwo zwischen Würzjoch und Brixen. Ein Balken und „E“. Also so gut wie offline. Die Lücken in der mobilen Breitbandversorgung sind durchaus hilfreich. Zumindest dann, wenn man dieses breite Band ja gerade nicht will.

Die Gattin hatte ihren Tolino dabei, den sie aber nicht vorher, als noch Netz war, betankt hatte. Die Folge: Keine Management-, Digitalisierungs-, #FutureOfHR-Literatur, sondern nur das vorinstallierte Buch: Madame Bovary. Gustave Flaubert. Meine Güte, hat uns das Spaß gemacht an den Abenden auf der Alm.

Wirkung: Gigantisch

Nachhaltigkeit: Schlecht. Zu Hause ist überall Empfang. 

 

Fazit? Dass man überhaupt über eine Woche Media-Diät reden muss, ist ja schon absurd. Nichts haben wir verpasst, die Welt hat sich ohne LinkedIn Kommentare und Retweets wunderbar weitergedreht. Menschen, die etwas von mir wollten, haben die Abwesenheitsnotiz gelesen und sich später gemeldet. Wir haben Madame Bovary gelesen und Sonnenuntergänge angestarrt. Und auch eine Woche später fühlte sich der Abstand zu den Threads, die die Welt zu bedeuten scheinen, gut an. Die Haltung versuche ich mir zu bewahren, das scheint gesund. 

 

Nachtrag:

Halt. Einen Kanal hatte ich vergessen: Telefon. Während alle Anliegen offenbar auch mal eine Woche Zeit hatten, hatte ein Geschäftspartner diese Zeit offenbar nicht. Er schrieb keine Mail, keine SMS, keine WhatsApp. Er rief an. Er sagte nicht, worum es geht. Er bekam keinen Rückruf, sondern eine SMS mit der Bitte um Mitteilung, um was es geht und wie dringend es ist. Ich werde es wohl nie erfahren. Dann wegen mangelnder Reaktion da oben auf der Alm bekam ich eine unschöne Quittung. Schon komisch, dass genau dieser Kanal offenbar sofortige Reaktion verlangte. Schade.

 

Neuland

Dr. Ole Wintermann, Bertelsmann Stiftung, über digitalen Darwinismus und die sechs Baustellen, die bei der global durchgeführten Delphi Studie für unser Land identifiziert wurden und bei denen wir uns hierzulande extrem schwer tun:

  • Die Neuaufstellung der externen Arbeitsorganisation: von einer pyramidalen Steuerung zu einer Holakratisierung und einem agilen Projektmanagement.

  • Die Ebene Arbeitnehmer: Berufe werden unwichtiger, Tätigkeit werden wichtiger. Wir erleben den digitalen Darwinismus. Formale Bildung versus informelle Bildung. Es gilt neue Karrierewege für Mitarbeiter auf temporärer und horizontaler Ebene zu definieren.

  • Dafür muss sich unser Arbeitsrecht auf einer stärker individuellen und kollektiven Ebene verändern. Doch diese Baustelle, kann nur mit den Tarifpartnern verändert werden.

  • Das tradierte Führungsverständnis. Es geht um das Coaching der Mitarbeiter, nicht Command-and-Control. Das Rollenverständnis gehört der Vergangenheit an. Zudem kann mit einer defizitären digitalen Kompetenz keine Innovation erfolgen.

  • Die Unternehmenskultur: Das Modell der Schornsteinkarrieren, durch die man nach oben kommen will, ist künftig nicht entscheidend.

  • Zuletzt die Technologie: Digitalisierung ist eine Querschnittsaufgabe. Die Nutzung von digitalen Messengern, Networking Tools und Chats ist gelebte Realität. Sie müssen endlich anerkannt werden.

 

Sowohl in den Führungsetagen der Unternehmen als auch in der Politik sieht es nach wie vor traurig aus mit dem Verständnis für die Umwälzungen, die uns bevorstehen.

So stellt auch Ole Wintermann fest:

„Die Generation der Unternehmenslenker lebt noch in der Informationswelt. Bei allen ab 50 ist die Information aus Radio und TV entscheidend. Bei den jüngeren ist es das Internet. Wir leben in verschiedenen Realitäten.“

Solange Unternehmenslenker und Politiker sich ihre Realität noch aus dem morgendlichen Pressespiegel konstruieren, kann sich daran nicht viel ändern:

Es verwundert daher auch nicht, dass zwei wesentliche Grundlagen für eine digitale Gesellschaft einfach nicht ernsthaft in Angriff genommen werden: die digitale Infrastruktur, Voraussetzung für Teilhabe Aller an digitalen Services und Basis für Vernetzung, gammelt vor sich hin und die digitale Bildung, Vorbereitung gerade der jungen Menschen auf eine digitale Zukunft, wird lieber weiter zugunsten von Fakten-Abfragen in renovierungsbedürftigen Schulen vernachlässigt.

 

-> Weiterlesen  

100 Tage


In 80 Tagen ist so mancher schon um die Welt gereist. Wir sind in 100 Tagen zum Halbmarathon gereist. Für zwei Wissensarbeiter, die die meiste Zeit ihres Lebens in Verkehrsmitteln aller Art oder in Workshop der transformatischen Art verbringen, war das eine Herausforderung. Geholfen hat die „In 100 Tagen zum Halbmarathon“ App gepaart mit gegenseitiger Motivation und dem Ziel, den Oberelbe Halbmarathon mitzulaufen. 

Ziel war: Durchkommen. Erreicht haben wir 2:02:00 und 2:35:54. Wir waren stolz wie Bolle. 

Next Stop: Palma Halbmarathon. Ziel: Durchkommen bei der Hitze. 

 

Arbeit, Leben, Arbeit

Im vergangenen Jahrhundert war alles darauf ausgerichtet, das Leben um die Arbeit herum zu organisieren. Arbeitszeiten, Arbeitsorte, Arbeitsmittel. Alles sauber getrennt. Jetzt haben wir erstmals die Möglichkeit, Arbeit um unser Leben herum zu organisieren.

10 Jahre nach „Sie nennen es Arbeit“ redet Sascha Lobo tolles Zeug über New Work im Podcast mit Christoph Magnussen und Michael Trautmann. Anhören!